Förderverein wirbt um Unterstützung für die Kommende

Von: zts
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Kommende-Besuch einer Grünen-Abordnung mit (v. l.) Emily Willkomm-Laufs (Stadtrat Jülich), Ulrich Zentis, Gudrun Zentis MdL, Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren sowie die Vorstandsmitglieder Franz-Horst Besse und Karl Zillessen. Foto: Zantis

Siersdorf. Immer wieder rückt die Siersdorfer Ordenskommende mit den derzeitigen Restaurierungsarbeiten zur Bestandssicherung in den Blickpunkt öffentlichen Interesses. Bereits kürzlich hatte ein Kamerateam des russischen Staatsfernsehens in der Renaissance-Burg eine Dokumentation über kriegszerstörte Baudenkmäler in Deutschland gefilmt.

Nun war es die Grünen-Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis (Nideggen), die sich mit Emily Willkomm-Laufs (Stadtverordnete in Jülich) vor Ort informierte.

Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren (Jülich) befasste sich in einer umfangreichen Darstellung über die Geschichte des Herrenhauses als bedeutsames Denkmal aus der Mitte des 16. Jahrhunderts auch mit der Entwicklung in jüngster Vergangenheit bis hin zum Übereignungsprozedere an den Förderverein Kommende Siersdorf.

Nationales Kulturdenkmal

Er hob aus dem umfangreichen Prozess mit Fördergeldern aus öffentlichen Mitteln von Bund und Land vor allem die Anerkennung als „Nationales Kulturdenkmal“ hervor: „Das ist wie ein Ritterschlag“, freute sich der Vorsitzende über einen damit verbundenen längeren Förderungszeitraum.In den laufenden Baumaßnahmen für die Gebäudesicherung sind laut von Büren allerdings Schäden sichtbar geworden, die so nicht erwartet wurden und nun vorrangig für die gründliche Sicherung angepackt werden.

Als ersten und dringlichen Witterungsschutz wurde unlängst eine neue Betondecke auf dem gesamten Gebäudekomplex gegossen, die mit Gefälle und Abkleber gesichert den Abfluss des Niederschlagswassers garantieren. Damit sind die Arbeiten im Innern und eine statische Sicherung gewährleistet. Gleichzeitig können dadurch die umfangreichen Schäden an der Fassade beseitigt werden. Die kontinuierliche Vorgehensweise bei der Restaurierung des Herrenhauses, „liegt es uns sehr am Herzen“, so von Büren, „um damit die Sicherungsmaßnahmen mit öffentlicher Unterstützung zu einem zielorientierten Ende zu führen“.

Auf die Frage der Grünen-Delegation nach einem Nutzungskonzept verwies von Büren auf das große internationale Projekt „Erlebnis Via Belgica“. Hier solle die ehemalige Ordensniederlassung als ein Stützpunkt für die in unmittelbarer Nähe vorbeiführende Trasse der römischen Heerstraße auch mit einer Stele gekennzeichnet werden.

Kontinuierliche Förderung tut Not

Für die Zukunft sieht Guido von Büren allerdings auch ein großes Problem in der Fortführung der Sanierung mit der „Sondersituation einer fortschreitenden Förderung“. Seine Hoffnung richtet sich daher vor allem auf die Politiker der Region wie auch an alle staatlichen Institutionen im Bereich Denkmalschutz und -Erhaltung. Er sieht dazu die Denkmalbehörden „in der Pflicht“.

Da helfe nicht nur eine „emotionale Unterstützung“, hier müsse auch einmal an die gesetzliche Aufgaben der Kommunen erinnert werden. „Wir als Verein stoßen dabei deutlich an unsere Grenzen.“ Von Büren verwies nochmals eindringlich auf die Bedeutung der Siersdorfer Kommende „als ein einzigartiges Denkmal einer Niederlassung des Ordens“, mit der „Topographie grenzüberschreitend“ im Blickpunkt steht. „Hier könnte die Gründung eines Trägervereins mit allen beteiligten Institutionen die Förderung sicherstellen!“

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