Förderverein ist der Garant zum Erhalt der Gnadenkapelle

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
14869696.jpg
Der Vorstand des neu gegründeten „Fördervereins Gnadenkapelle Aldenhoven“ mit dem Jülicher Pfarrer Heinrich Bongard (Mitte) und dem Vorsitzenden Uwe Zimmermann (4. von rechts). Foto: Zantis

Aldenhoven. Mit den Bemühungen eines Initiativkreises in Verbindung mit dem Kirchenvorstand konnte das Anliegen für den Erhalt der Aldenhovener Gnadenkapelle durch die Gründung eines „Kapellenvereins“ erfolgreich besiegelt werden.

Zur Gründungsversammlung im Pfarrheim hatten sich nach Feststellung von Klaus Schwandt als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes „erstaunlich viele Interessenten“ eingefunden. Begrüßen konnte Schwandt unter den Besuchern auch Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen, den Jülicher Pfarrer Heinrich Bongard und als Ehrengast Professor Günter Bers.

In einem inhaltsreichen Referat ging der Kölner Historiker mit Blick auf die Geschichte der Aldenhovener Wallfahrt besonders auf die Geschehnisse in den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg ein. Auch das Jülicher Land war von den Auswirkungen stark betroffen. Viele Bürger – auch aus Aldenhoven – hatten ihren Heimatort wegen der militärischen Ereignisse verlassen. Im Rückblick auf die Fürsten von Jülich und Berg erwähnte Professor Bers auch den Jülicher Herzog Philipp Wilhelm, der eng mit der Marienverehrung in Aldenhoven verbunden war.

BeziehungslinieZwischentitel

Als 1654 der Aldenhovener Bürger Dietrich Mülfahrt bei einer „Lichterscheinung“ ein Bildnis der Muttergottes in einem Lindenbaum gefunden hatte, wurde von Aldenhoven aus die Marienverehrung in besonderer Weise ausgeprägt. In seinen detaillierten Nachforschungen hatte Professor Bers sich intensiv auch mit der Person Dietrich Mülfahrt beschäftigt, der mit der Nichte des damaligen Ortspfarrers in Aldenhoven verheiratet war. Über diesen Ortspfarrer, so konstatierte Bers, gab es auch eine freundschaftliche Bindung zum Pfarrer von Kevelaer als einem ehemaligen Studienkollegen, so dass sich auch eine Beziehung von Aldenhoven zum Wallfahrtsort Kevelaer ergab.

In der Entwicklung von Aldenhoven als Wallfahrtsort wurde schließlich auf Anordnung des Jülicher Herzogs eine achteckige Gnadenkapelle errichtet, die in der gleichen Ausführung der Kapelle in Altötting zugeordnet wird. Dem Bemühen des Jülicher Herzogs, dem der Bau der Kapelle besonders am Herzen lag, ist es auch zu danken, dass in Aldenhoven ein Kapuzinerkloster errichtet wurde. Nach Professor Bers konnte somit die Wallfahrts-Entwicklung vor Ort mit großer Unterstützung der Mönche weiter ausgedehnt werden.

Sicherung

Für den Kölner Professor kann nun mit der Gründung des Kapellenvereins wiederum auch in der Neuzeit die Erhaltung und Pflege der mittlerweile restaurierten Gnadenkapelle gesichert werden.

Mit der Wahl eines Vorstandes für den neuen „Förderverein Gnadenkapelle Aldenhoven“ stellte KV-Sprecher Schwandt auch eine Vereinssatzung vor, in der Ziel und Zweck der Gemeinschaft dokumentiert werden. In der einstimmig erfolgten Vorstandswahl wurde Uwe Zimmermann zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreterin ist Sabine Hetzer. Geschäftsführer sind Marcus Herhut mit Bernhard Reuter, Schatzmeister Bernd Kneuel mit Jakob Braun. Als Beisitzer gehören Vertreter des Kirchenvorstandes und des Pfarreirates dem Vorstand an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert