Förderverein für Krebsbetroffene: Dreifacher Ehrentag für Gründerin

Von: ptj
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Mehrfachjubilarin Helga Maschke genießt ihr großes Fest. Foto: Jagodzinska
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Neben Jubilarin Helga Maschke (v.l.) wurden die Wegbegleiter Prof. Holger Wehner, „Sonnenweg“-Schatzmeister Ingo Maschke und Professor Alexander Herzog geehrt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Man muss durch die Nacht wandern, wenn man die Morgenröte sehen will.“ Mit diesem Zitat aus der Feder des libanesischen Poeten Khalil Gibran beschrieb Susanne Knorr in ihrer Festrede „Helga Maschke – ein Leben für den Sonnenweg“ vor vielen geladenen Gästen in der Blumenhalle des Brückenkopf-Parks treffend die Mehrfachjubilarin.

Anlass des großen Festes mit vielen Reden, Live-Musik, Ehrungen, Geburtstagstorten und -büffet war das 20-jährige Bestehen des „Sonnenweg“ im Jahr des zehnten „Sonnenweg“-Kongresses am 75. Geburtstag seiner Gründerin.

Denn Helga Spix wurde am 17. August 1942 als jüngstes von fünf Kindern in Baden-Baden geboren. In der Zeit der Nachkriegswehen erlebte sie eine „in alle Winde zerstreute Familie“, frühe Verluste von Familienmitgliedern, viele Umzüge und „Hungerkrätze“. So lernte sie früh Verantwortungsbewusstsein und entdeckte gleichzeitig ihren Freiheitsdrang. Eine früh geschlossene Ehe scheiterte schnell, die Jubilarin musste als alleinerziehende Mutter viele Hürden überwinden.

Vor 30 Jahren heiratete sie Ingo Maschke, sieben Jahre später erhielt sie ihre Krebsdiagnose, am selben Tag, als ihr Enkel Kai geboren wurde. Aber Helga Maschke „fand mit und durch den Krebs ihre Tatkraft zurück“, wie Knorr betonte.

Bürgermeister Axel Fuchs nahm sich Zeit für das „wichtige Fest heute hier in Jülich“ und die „ganz, ganz besondere“ Jubilarin. Fuchs stellte den gerne tabuisierten Themenkreis um Krankheit, Leben und Tod heraus, der zugunsten von unmittelbar und mittelbar von der heimtückischen Krankheit betroffenen Menschen schon 20 Jahre lang omnipräsent in Maschkes Leben ist und „unglaublich viel Kraft kostet“.

„Guter Grund zum Feiern“

Einen weiten Weg hatte Professor Dr. Holger Wehner von der Gisunt-Klinik für integrative Medizin in Wilhelmshaven auf sich genommen. Der Arzt monierte das deutsche Gesundheitswesen, das selbst schwerstkranken Patienten die Wahrnehmung mancher Therapien nicht ermöglicht – trotz jahrzehntelanger Privatversicherung in einem beispielhaft erwähnten Fall. Solche Engagements wie das von Helga Maschke „für eine pluralistische und möglichst sanfte Medizin“ seien ein „guter Grund zum Feiern“.

Dr. Heinz Mastall ist Vizepräsident der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr (GfBK) in Heidelberg, die bereits seit über 30 Jahren kostenlos und unabhängig über Möglichkeiten biologischer Krebsabwehr berät. Nach dem Vorbild der Gesellschaft rief Helga Maschke vor zehn Jahren den „Sonnenweg“-Kongress ins Leben. Nach Mastalls Bekunden wollen GfBK und Sonnenweg das „Sowohl als auch, eine neue Kultur der Kooperation“. Er bezeichnete Maschke als „herzlichen, aber auch zähen Menschen“ und setzte nach: „Das ist gut, Sie haben Großes, Großes erreicht.“

Die stellvertretende Landrätin Astrid Hohn vertrat den Schirmherrn, Landrat Wolfgang Spelthahn. Als Traumatherapeutin, die Krebs als „schweres seelisches Trauma“ kennt, ist Hohn „sehr gerne da, wo Menschen Menschen helfen“. Sie betonte ihre „aufrichtige Hochachtung“ für Maschkes wertvolle Arbeit, auch im Namen des Schirmherrn.

Die von „Sonnenweg“-Beisitzer Jürgen Schnitzler souverän moderierte Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt vom Sänger und Pianisten Eugen Nevo. Einfühlsam sang und spielte dieser Maschkes Wunschrepertoire, das sich sinn- und stimmungsmäßig bestens ins Festprogramm eingliederte. Die drei hausgemachten „Buttercreme“-Geburtstagstorten stammen aus dem Caféhaus „Ira“ in Bad Salzhausen, das für die Eheleute Maschke eine besondere Bedeutung hat.

Das erste Stück servierte die Jubilarin ihrem Ehemann Ingo, Schatzmeister des „Sonnenweg“, der gemeinsam mit den treuen Wegbegleitern Professor Alexander Herzog und Professor Holger Wehner eine Ehrenurkunde erhielt. Eines ist für die Jubilarin klar: „Ohne Ingo Maschke gäbe es den Sonnenweg nicht“.

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