Förderprogramm „Bürgerarbeit“: Jobcom zieht positives Fazit

Von: Kr.
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Erfolgreich wurde das Projekt „Bürgerarbeit“ am St. Josef-Krankenhaus in Linnich zu Ende gebracht. Dies freute nicht nur die Mitarbeiter im Haus, die Jobcom und Landrat Wolfgang Spelthahn, sondern vor allem auch die vier erfolgreichen Damen, die nun in einem festen Beschäftigungsverhältnis sind. Foto: Kròl

Linnich. Als im Jahre 2010 das Bundesministerium für Arbeit sein Projekt „Bürgerarbeit“ startete, wurde es nicht gerade mit Vorschusslorbeeren bedacht. Diesem Modellversuch, der vor allem schwer vermittelbare Personen in den ersten Arbeitsmarkt etablieren sollte, wurde unterstellt, Arbeitgebern die Möglichkeit zu bieten über Fördergelder Stellen einzusparen.

Seit Ende des Jahres ist der Modellversuch beendet. Neben den 197 Jobcentern aus 16 Bundesländern beteiligte sich auch die Jobcom des Kreises Düren daran und steckte ihre Ziele noch ein Stück weiter. Sie wollte sich mit dem Projekt „Alina“ Alleinerziehenden zuwenden, die erfahrungsgemäß einen schweren Stand auf dem Arbeitsmarkt haben.

Über 1200 Personen, die mit der Familienarbeit alleine stehen, betreute das Arbeitsamt zu diesem Zeitpunkt. 500 von ihnen gelangten in den Bewerbungspool. Ein Teil wurde sofort in den ersten Arbeitsmarkt gebracht. 75 Alleinerziehenden wurde im Bereich der Bürgerarbeit eine Stelle angeboten.

Heute dürfen Katharina Klöpperpieger und Georg Schmitz, die das Projekt betreuten, sagen: „Wir waren erfolgreich. 38 von ihnen haben nun ein festes Arbeitsverhältnis.“

Ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Abwicklung der Bürgerarbeit ist das St.-Josef-Krankenhaus in Linnich. 2011 nahm Hans Georg Mehls, am Linnicher Krankenhaus zuständig für das Personalwesen, Kontakt zur Jobcom auf. Vier Bürgerarbeitsstellen bot das Haus in der Patientenbetreuung an. Heute, befinden sich Antje Pley, die sich als Schreibkraft in der Inneren Medizin qualifizierte, Karin Tetz, Bettina Esser und Martina Franke, die in der Patientenbetreuung tätig sind, in einem festen Arbeitsverhältnis.

„Wir alle sind Gewinner in diesem Projekt. Die vier Damen haben eine feste Anstellung, unser Haus hat davon profitiert und nicht zuletzt unsere Patienten. Durch die Damen konnten wir vor allem für unsere Demenzpatienten Dinge leisten, die sonst nicht möglich gewesen wären“, erklärte Pflegedirektor Günter Weingarten. Er betonte außerdem, dass diese Stellen komplett neu geschaffen wurden und keine andere vollbeschäftigte Arbeitskraft ersetzt hätten. „Sie haben nun drei Jahre Zeit, sich in unserem Haus unentbehrlich zu machen“, soll der damalige kaufmännische Direktor Jann Habbinga den Damen geraten haben. Sein Nachfolger Alexander Weisser stellte heute fest: „Sie haben diese Chance genutzt und sich unentbehrlich gemacht.“

Weiterhin betonte Hans Georg Mehls, dass die Zusammenarbeit mit der Jobcom Düren „ganz hervorragend geklappt“ habe. Sie habe während der gesamten Zeit das Projekt begleitet, Qualifizierungsmaßnahmen angeboten und war stets kompetente Ansprechpartner.

So viel Lob für seine Mitarbeiter hörte auch Landrat Wolfgang Spelthahn gerne, der nach Linnich geeilt war, um das erfolgreiche Projekt zu würdigen. „Hinter jeder Zahl in der Arbeitslosenstatistik stehen Menschen und Schicksale. Vier von ihnen und etlichen weiteren im Kreisgebiet konnte geholfen werden. Nun suchen wir noch positive Nachahmer.“

Sein herzlicher Dank galt den vier Damen, die diese Chance nicht ungenutzt verstreichen ließen, dem Krankenhaus und allen Arbeitgebern, die sich beteiligten, und den Mitarbeitern. „Die Ängste, die damals laut wurden, sind durch gute Arbeit widerlegt worden. Auch wenn sich die Arbeitslosenzahlen weiterhin positiv entwickeln, müssen solche Projekte fortgesetzt werden, sonst verschenkt man Chancen. Das ist gute und nachhaltige Förderung. Hier wird in Menschen investiert“, sagte Spelthahn.

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