Fördermittel gehen an innovative Dozenten

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Jülich. Mit einem Fellowshipprogramm unterstützen das NRW-Wissenschaftsministerium und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 46 Hochschullehrende bei der Einführung innovativer digitaler Lehrvorhaben.

Für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten die Fellows jeweils bis zu 50 000 Euro. Die Fellowships werden jährlich ausgeschrieben. Zwei davon haben Professoren der FH Aachen erhalten: Prof. Dr. Alexander Ferrein und Prof. Dr. Martin Pieper.

Das Projekt von Prof. Ferrein (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik) trägt den Namen „FOUND CAT (Free, Open UNiversity Development using Computer-Aided Translations)“. Das Ziel ist, Studierenden den Zugang zur Wissenschaftssprache Englisch zu erleichtern. Das Hauptaugenmerk liegt auf Kommunikation und Gruppenarbeit, da sie ideale Voraussetzungen für den Spracherwerb bieten.

Die Integration neuer Arbeitsmethoden mit einem hohen Anteil an Peer-Learning wie das Publizieren von Artikeln in öffentlichen Wikis, Gruppenübersetzungen relevanter Texte, Veranstaltungs- und Präsentationstraining stehen im Vordergrund. Es handelt sich um ein hochschuldidaktisch, technisch, organisatorisch und inhaltlich innovatives Blended-Learning-Konzept. Mit dem Akademischen Auslandsamt der FH Aachen wird ein fachübergreifender Intensivkurs für Studierende initiiert, die ein Auslandssemester anstreben.

Prof. Dr. Martin Pieper (Fachbereich Energietechnik am Campus Jülich) will mit dem Fellowship seine in den vergangenen Semestern begonnenen Innovationen in der Mathematiklehre mit einem mehrstufigen Assessmentsystem vervollständigen. Im digitalen (Selbst-)Studium kann die Förderung durch verknüpfte Assessmentsysteme mit daraus generierten, individuellen Lernpfaden optimal fördern und motivieren.

Hierzu ist die Entwicklung von neuen Aufgabenstellungen nötig, die unterschiedliche Lösungswege berücksichtigen. Schlüsselprodukte der Innovation sind Aufgabenpools, die mit einem digitalen Lehrbuch verknüpft werden, sowie die Einrichtung eines elektronischen Prüfungsraumes.

Zur Individualisierung der Mathematikausbildung wurde verstärkt auf digitale Angebote wie Selbstlernmodule, Tutorenpodcasts und kurze Vorlesungsvideos gesetzt. Diese werden auch schon im Rahmen von Inverted Classroom verwendet. Als letzter Baustein sollen elektronische Aufgaben die vorhandenen Komponenten zu einem ganzheitlichen, individuellen Onlinekonzept abrunden.

Mehr Bildungsgerechtigkeit

„Digitalisierung erweitert die Möglichkeiten in der Lehre. Personalisierte Lehrformate und die Flexibilisierung des Studiums kommen besonders den Studierenden zugute, die etwa parallel zu einer Berufstätigkeit oder familiären Verpflichtungen studieren. Somit trägt die Digitalisierung zu mehr Bildungsgerechtigkeit in unserem Land bei“, sagt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

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