Flüchtlingstraining für sicheren Umgang mit Fahrrädern im Straßenverkehr

Von: ik
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Die Polizeihauptkommissare Ralf Broichgans und Guido Machunske (v.l.) informieren über Verkehrssicherheit für Flüchtlinge. Foto: ik

Kreis Düren. Jedes Kindergartenkind kennt das Rolf-Zuckowski-Lied „Was zieh ich an, damit man mich auch gut sehen kann?“ Das richtige Verhalten im Straßenverkehr wird in Deutschland bereits Kleinkindern präventiv eingebläut. Flüchtlinge, die sich einleben, sind aber in der Regel nicht mit den hiesigen Verkehrsregeln vertraut.

„Sie kommen häufig aus Ländern, in denen die Verkehrsdichte und -ordnung ganz anders ist“, sagt Julie Greve Sprecherin der Dürener Kreispolizeibehörde. Besondere Gefahr drohe, wenn Flüchtlinge mit Fahrrädern unterwegs seien und die Regeln nicht beherrschen.

Deshalb hat die Abteilung Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizei am Mittwoch zu einer Infoveranstaltung für Vereine, Institutionen und Kommunen eingeladen: Die Polizeihauptkommissare Ralf Broichgans und Guido Machunske stellten einer Hand voll Vertretern und Ehrenamtlern ein Konzept dafür vor, wie sie ein Fahrrad-Training für Flüchtlinge organisieren können. Dabei ging es nicht nur um das eigentliche Fahren sondern vor allem um das Lehren der Verkehrsregeln, das Üben im öffentlichen Raum, aber auch um organisatorische Voraussetzungen. Denn viele Ehrenamtler stellen sich vor allem die Frage der Haftung und der Versicherung während des Trainings. Diese sei nicht automatisch geklärt, sagt Guido Machunske.

Vielmehr müsste jeder, der solch ein Training anbietet, die individuelle Abdeckung durch die Versicherung abfragen. Damit man in Zukunft von den Erfahrungen der anderen lernen kann, soll die Infoveranstaltung der Auftakt für gemeinsame Netzwerk-Arbeit gewesen sein. „Jeder für sich allein kann das Thema nicht stemmen“, sagt Ralf Broichgans. Deshalb stellt die Polizei nicht nur das zusammengetragene Material zur Verfügung sondern bietet auch Begleitung und Supervision der Fahrradtrainings an. Weitere Infos gibt es bei ralf.broichgans@polizei.nrw.de.

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