Flüchtlingspaar kommt in Inden noch nicht zusammen

Von: jan
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Inden. In der jüngsten Indener Hauptausschusssitzung wurde nicht nur – wie berichtet – über Haushaltszahlen und die Golt­steinschule gestritten. Zur Sprache kam auch die Geschichte zweier Flüchtlinge, die heiraten wollen.

Der Mann ist mittlerweile der Gemeinde Inden zugewiesen, die Frau lebt in einem Übergangsheim in Wermelskirchen. In Inden bemühen sich Flüchtlingshelfer und Politiker, das Paar zusammenzubringen. Bürgermeister Jörn Lange­feld hat erklärt, dass er der Gemeinde keinen zusätzlichen Flüchtling, der Inden bis zu 100.000 Euro jährlich kosten könnte, zumuten wolle. Rudi Görke (SPD) kommentierte die Haltung als „beschämend. Die SPD distanziert sich von dieser Aussage“.

Der Verwaltungsleiter erklärte seine Haltung. „Ich soll einen zusätzliche Flüchtling aufnehmen, gleichzeitig herrscht eine vom Rat verhängte Sperre für alle freiwilligen Leistungen. Wie soll das gehen?“, fragte er. Reinhard Marx (CDU) sagte, dass Langefeld die Sache mit der Nennung der möglichen Kosten von 100.000 Euro dramatisiere. Hella Rehfisch (Grüne) schlug vor, mit der Bezirksregierung Arnsberg zu sprechen und sich im nächsten Schwung an Zuweisungen von Flüchtlingen an Kommunen für eine Unterbringung der Frau in Inden stark zumachen.

Nach Inden kommen laut Gisela Wacker vom Sozialamt, die sich auf einen Hinweis der Bezirksregierung berief, bis zum Herbst 20 weitere Flüchtlinge. Langefeld erklärte, dass ein solches Vorgehen bei aller Sympathie für das Einzelschicksal Probleme mit sich bringe. Vor dem Rechtsgrundsatz der Gleichbehandlung müssten dann alle Wünsche dieser Art berücksichtigt werden.

Und das könne für die Gemeinde teuer werden. „Ich werde das nicht in die Wege leiten. Aber wenn Sie das wünschen, bringen Sie den Antrag in den Rat ein, und wir stimmen ab“, sagte Langefeld. Ein fristgerechtes Einreichen eines solchen Antrags für die nächste Sitzung schon am Donnerstagabend ist nicht mehr möglich.

Das Liebespaar müsste wohl bis zum Spätsommer warten.

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