Flüchtlingscamp Jülich startet am Donnerstag

Von: Volker Uerlings
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Organisiert, koordiniert, improvisiert: Sabine Günnel, Leiterin des Flüchtlingscamps. Foto: Uerlings

Jülich. Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf der Merscher Höhe ist in rasantem Tempo entstanden. Ab Donnerstag werden die ersten Bewohner erwartet. Zunächst sollen um die 200 Menschen ankommen, damit der Betrieb nicht gleich unter Volllast erfolgen muss.

Mit und mit stoßen weitere Zufluchtsuchende hinzu – bis zur maximalen Kapazität von 1000 Asylbewerbern. An allen Ecken und Enden der Zeltstadt wird noch gearbeitet. Die Leiterin der Einrichtung, Sabine Günnel vom DRK-Kreisverband Jülich, ist aber zuversichtlich, dass die Arbeiten bis Mittwochnachmittag fertig werden.

Damit alles passt, gab es am Wochenende auf der Merscher Höhe eine konzertierte Aktion aller Hilfsorganisationen aus Jülich und Umgebung. „Wir haben mit der Inneneinrichtung begonnen, vor allem jede Menge Betten zusammengeschraubt“, sagt die 41-jährige Spezialistin des Deutschen Roten Kreuzes, die in Camps international über Jahre Erfahrungen gesammelt hat.

„Alle haben mitgeholfen: Technisches Hilfswerk, Feuerwehr, die Johanniter, die Malteser, die DLRG und unsere Leute vom DRK.“ Auch eine besondere Gruppe junger Leute hat sich beteiligt: 25 ehrenamtliche Übersetzer, die sich aus dem Kreis der Studierenden an der Fachhochschule Jülich spontan gemeldet haben, als das DRK nach Freiwilligen suchte. „Das war ein tolles Gemeinschaftsgefühl. Alle haben sich engagiert, um an der großen Aufgabe mitzuwirken“, freut sich Günnel über die Hilfe.

Bei der Gelegenheit wurden auch die Heizungen in den Leichtbauhallen getestet. Günnel: „Alle laufen und machen die Unterkünfte warm.“

Betreiber DRK hat zurzeit gut 30 Stellen besetzt und wird damit die erste Zeit, wenn die Unterkunft noch nicht komplett voll ist, klar kommen. Geht es aber Richtung 1000 Flüchtlinge, braucht der Kreisverband noch mehr Leute. „50 bis 55“, schätzt Sabine Günnel. „Wir haben alle Leute, die wir zum Start brauchen, werden aber noch weiteres Personal einstellen.“

Überwältigend war die Spendenbereitschaft in Jülich und Umgebung vergangene Woche. „Wir haben wirklich nur Spenden in einwandfreier Qualität erhalten. Die Menschen waren aufgeschlossen und hilfsbereit“, sagt die Camp­leiterin. Ab der nächsten Woche werden Kleiderspenden vom DRK am Haupteingang der Flüchtlingsunterkunft entgegen genommen.

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