Aldenhoven - Flüchtlinge bleiben in Aldenhoven dezentral untergebracht

Flüchtlinge bleiben in Aldenhoven dezentral untergebracht

Von: ahw
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Aldenhoven. Bürgermeister Ralf Claßen hat am Donnerstag auf der Sitzung des Aldenhovener Schul- und Sozialausschusses unter anderem einen Sachstandsbericht zur aktuellen Flüchtlingssituation in der Gemeinde abgegeben.

Demnach sind die insgesamt 241 Personen aus 32 Nationen weiterhin in eigenen oder gemieteten Wohnungen dezentral untergebracht. Aus Kriegsgebieten kommen 102 Personen, etwa ein Viertel hat sich aus so genannten sicheren Herkunftsländern auf den weg hierher gemacht. Laut Claßen sind drei Viertel der Hilfe Suchenden Männer, der Schwerpunkt liege bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 17 und 40 Jahren.

Verwaltung sehr belastet

Zur Situation in der Gemeindeverwaltung merkte der Bürgermeister an, dass der Bereich zwar knapp besetzt sei, man aber intern umgeschichtet habe, um den zusätzlichen Arbeitsaufwand zu bewältigen. Zudem gebe es in diesem Bereich „keine verfügbaren Fachkräfte am Markt“.

Um die bestehende Lücke zu füllen, soll ein so genannter „Flüchtlingshausmeister“ kommen, der vielfältige Funktionen wahrnehmen soll. Wegen der angespannten Haushaltslage könnten ohnehin keine neuen Stellen geschaffen werden. Die Betreuung der Asylsuchenden erfolge in enger Abstimmung mit dem Aldenhovener Flüchtlingsrat, wobei sich Gemeinde und Ehrenamtler gegenseitig entlasten.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss berichtete Claßen, dass sich von den Asylsuchenden Freiwillige für die Allgemeinheit engagieren, beispielsweise in der Grünkolonne des Bauhofes. Zudem gebe es einen mit Flüchtlingen bestückten Sanierungstrupp, der Wohnungen für andere Flüchtlinge herrichtet.

Die Anfrage bezüglich der Gesundheitskarte beantwortete der Bürgermeister dahingehend, dass diese vorerst nicht eingeführt werde, da sie derzeit finanziell ungünstiger sei als die bestehende Vorgehensweise.

Umgang mit Flüchtlingen

Derzeit erfolgt die Begrüßung von Neuankömmlingen auf Englisch. Zudem gibt es eine vom Flüchtlingskreis erstellte Handreichung zum Umgang mit diesem Klientel. Aufgebaut werde derzeit eine Sammlung mit Hinweisen zu Alltagsregeln – beispielsweise Mülltrennung – Bedienung von Geräten und kulturellen Eigenheiten hierzulande in diversen Sprachen, um hier mögliche Kopiervorlagen zur Verfügung zu haben.

Die Umsiedlung des Jugendheims Siersdorf ist inzwischen weitgehend abgeschlossen, auch wenn dessen Räume nocht nicht wieder neu belegt worden sind. „Wir sind vorbereitet und werden es nutzen“, sei die Wochenend-Aktion nach einer Verfügung der Bezirksregierung „keine verschwendete Zeit gewesen“, sagte Claßen, der fest damit rechnet, dass die Gemeinde demnächst auf die Notunterkunft wird zurückgreifen müssen.

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