Fließen auch Landesmittel fürs Automobiltestzentrum?

Von: ahw
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Siersdorf. Als sich vergangenes Jahr die RWTH Aachen dazu entschloss, insgesamt drei Millionen Euro in den Bau des Automobiltestzentrums (ATZ) in Siersdorf zu stecken, war sie so etwas wie ein „weißer Ritter” für das ambitionierte Projekt, das nach dem Bau der so genannten „Filmautobahn” nicht recht von der Stelle kommt.

Das ATZ ist als herstellerunabhängige Anlage ein wichtiger Baustein für die Forschungsaktivitäten der Hochschule, die insbesondere das europäische Satellitennavigationssystem Galileo im Blick haben.

So baut die RWTH in Siersdorf und beim Siemens-Prüfcenter für Schienenfahrzeuge in Wildenrath (Kreis Heinsberg) ein „Galileo-Anwendungszentrum für bodengebundenen Verkehr” auf. Dazu will die Aachener Hochschule mit den Kreisen Düren und Heinsberg eine gemeinsame Betreibergesellschaft gründen.

Während in Siersdorf der Aufbau von Galileo-Infrastruktur unter anderem mit zentralem Signalgeber und sechs Pseudo-Satelliten erst noch europaweit ausgeschrieben werden muss und frühestens Ende 2010 zur Verfügung steht, soll der erste Bauabschnitt des ATZ in Kürze ausgeschrieben werden.

Die aktuelle Verzögerung hat einen durchaus erfreulichen Hintergrund: Positive Signale aus dem Düsseldorfer Wirtschaftsministerium machen Hoffnung auf eine finanzielle Förderung des zweiten Bauabschnitts durch das Land. Um sich diese Chance nicht zu verbauen, wird derzeit auf die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gewartet, damit die Bagger endlich rollen können.

Der Zeitplan sieht vor, dass rund sechs Wochen nach Ausschreibung der erste Spatenstich erfolgen kann. Als Bauzeit sind zwei Monate veranschlagt.

Sollte das Land zeitnah auch die Mittel für den zweiten Bauabschnitt locker machen, könnte das ATZ sogar in einem Rutsch fertiggestellt werden.

Dazu müsste allerdings auch das laufende Genehmigungsverfahren für diesen Projektteil rechtzeitig abgeschlossen sein.
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