Flächendeckender Breitbandausbau kann 2017 starten

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Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Amtsleiter Walter Weinberger (2.v.r.) nahmen im Beisein der Landtagsabgeordneten Gudrun Zentis (Grüne) aus den Händen von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin zwei Förderbescheide zum Breitbandausbau im Kreis entgegen. Foto: Roberto Pfeil

Düsseldorf/Kreis Düren. Die flächendeckende Versorgung des Kreises Düren mit schnellem Internet ist gesichert. Über 27,2 Millionen Euro Fördermittel stehen für das wichtige Zukunftsprojekt insgesamt zur Verfügung.

Nachdem Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) bereits Anfang September in Berlin den Förderbescheid des Bundes über gut 14 Millionen Euro aus den Händen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt entgegengenommen hatte, überreichte ihm NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin nun in Düsseldorf einen Förderbescheid des Landes über weitere 13,2 Millionen Euro.

Darüber hinaus brachte der Landrat einen Förderbescheid über 150.000 Euro aus der Landeskasse mit. Mit diesem Geld kann der Kreis Düren in den nächsten drei Jahren einen Breitbandkoordinator einstellen, der das Großprojekt managt.

„Schnelles Internet ist längst unverzichtbar. Mit den Fördermitteln des Bundes und Landes können wir den Standortnachteil unseres ländlichen Kreises ausgleichen. Nun können wir das gesamte Kreisgebiet an das Breitbandnetz anschließen“, freute sich Spelthahn.

Die Freude war ganz auf Seiten des Ministers: „Schnelles Internet gehört zu den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen, aber auch für Bürgerinnen und Bürger“, unterstrich Garrelt Duin. „Die geförderten Projekte bringen unser Land bei der Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandnetzen maßgeblich voran. Insbesondere Ausbauprojekte auf Kreisebene tragen zum flächendeckenden Breitbandausbau bei und schließen die Lücken im Versorgungsnetz.“

Bereits im Frühjahr 2017 könnten die Bauarbeiten im Kreis Düren beginnen. Die europaweite Ausschreibung der Ausbauarbeiten hat das Amt für Kreisentwicklung und –straßen bereits veröffentlicht, die Frist ist abgelaufen, Angebote liegen vor. Als nächster Schritt stehen nun Gespräche mit den Telekommunikationsunternehmen an, die Leitungen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/Sek. im Kreis Düren bauen lassen und dann selbst betreiben wollen. Bis Ende 2018 sollen weitestgehend alle Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen im Kreisgebiet über schnelles Internet verfügen.

Dabei wird die seit 2014 bestehende Breitband-Kooperation mit dem Kreis Euskirchen fortgesetzt. Sie hat mit dazu beigetragen, dass die beiden Nachbarkreise nun zu den ersten gehören, die ihre Förderbescheide erhalten haben.

Der Kreis Düren hatte in einem Markterkundungsverfahren ermittelt, dass in seinen 15 Kommunen rund 28 Millionen Euro erforderlich sind, um Telekommunikationsunternehmen dazu zu bewegen, das Breitbandnetz flächendeckend auszubauen.

Wirtschaftlichkeitslücke

Ohne entsprechende Zuschüsse wäre der Netzausbau für sie ein Verlustgeschäft. Diese Wirtschaftlichkeitslücke schließt der Bund zu 50 Prozent, während das Land NRW weitere 40 Prozent abdeckt. Da elf der 15 kreisangehörigen Kommunen als „arm“ gelten, übernimmt das Land für sie auch den verbleibenden Eigenanteil von zehn Prozent. Ohne diese öffentliche Förderung würden die „weißen Flecken“ auf der Landkarte des Kreisgebietes wohl noch lange bestehen bleiben.

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