Film ab: „Großes Kino“ in der Stadthalle Jülich

Von: -vpu-
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Filmfestspiel-Organisator Klaus Krafft aus Jülich mit der druckfrischen Programm-Zeitung. Donnerstag geht‘s los. Foto: Uerlings

Jülich. Klaus Krafft ist im Stress. Am Dienstag wirkte er ein bisschen, als habe er mit den berühmten Hummeln am verlängerten Rücken Bekanntschaft gemacht. Aber wen wundert‘s, denn der 68-Jährige Jülicher, seine Frau Christel und eine Handvoll Gleichgesinnter stellen Filmfestspiele auf die Beine.

Genauer: die 71. Deutschen (Amateur-)Filmfestspiele, die offiziell am Donnerstagmorgen in der Jülicher Stadthalle beginnen. „Großes Kino“ gibt es qualitativ mitunter, quantitativ auf jeden Fall: 62 Streifen werden von Donnerstag bis Samstag gezeigt (Eintritt frei!). Sonntag ist Matinee mit Siegerehrung.

Am Mittwochabend reisen schon Festival-Besucher und -Mitwirkende an. „Ein Hotel ist nur durch uns ausgebucht“, weiß Krafft, der derzeit die Stadthalle Festival-tauglich macht. Das ist kein leichtes Unterfangen. Die Gäste werden ab 17 Uhr im Kulturbahnhof begrüßt, erhalten die Festspielunterlagen und etwas zu essen. Am Donnerstag wird es ernst.

Nach der Begrüßung (9 Uhr) geht es gleich los: Um 9.45 Uhr wird die Leinwand bestrahlt. Gezeigt werden die ersten sieben Filme. Danach, gegen 11.45 Uhr, erfolgt die erste „Gesprächsrunde“, das ist bei den Filmfestspielen eine Art öffentliche Jury-Sitzung. „Das Publikum darf auch etwas sagen“, erklärt Krafft, der schon 2006 bei den Festspielen in Aachen und 2010 in Krefeld Erfahrungen bei der Organisation sammelte. Um 13.30 Uhr beginnt der zweite Film-Block, um 15.45 Uhr die dritte an diesem Tag. Freitag geht es um 13.30 Uhr los, Samstag um 9.30 Uhr.

„Am ersten Tag hoffen wir auf 200 bis 300 Besucher“, sagt Klaus Krafft, der schon als Jugendlicher die Liebe zum Film entdeckte und mit seinem Bruder als Filmvorführer regelmäßig aushalf. Die Liebe ist geblieben. Krafft dreht auch selbst und hat bei den Festspielen in seiner Wahlheimat einen eigenen Streifen am Start: „Eine Art Krimi, der zeitlich dreigeteilt ist. Er spielt während des Zweiten Weltkrieges, in den 50er Jahren und in der Gegenwart.“ Der Beitrag heißt „Kette und Schuss“ und wurde bereits ausgezeichnet. Abwarten, was bei den Festspielen in Jülich vielleicht herausspringt.

Der Besuch der Festspiele ist kostenfrei. Im Foyer sehen Besucher, ob gerade ein Film läuft und müssen gegebenenfalls ein wenig warten. Zwischen zwei Beiträgen darf man die Stadthalle betreten oder verlassen.

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