FH will junge Menschen für Chemie begeistern

Von: jan
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Chemie hat Zukunft: Das betont
Chemie hat Zukunft: Das betonten (v.l.) Prof. Manfred Biselli, FH-Rekor Prof. Marcus Hausmann, Dr. Beate Wieland vom NRW-Wissenschaftsministerium, Helmut Weihers und Dr. Christian Gabel. Foto: Guido Jansen

Jülich. Jung, gut ausgebildet und ehrgeizig: Die Chemie-Branche ist auf der Suche nach Nachwuchskräften. Das wurde am Dienstag auf dem Campus Jülich der Fachhochschule Aachen deutlich. Der Chem-Cologne-Kooperationstag hat dort zum ersten Mal stattgefunden.

Chem-Cologne ist ein Zusammenschluss von 51 Unternehmen und Verbänden aus dem südlichen NRW, deren Kerngeschäft die Chemie ist.

Neun Kooperationstage hat es in den vergangenen Jahren an anderen Hochschulstandorten gegeben. „Wir befinden uns hier in der größten zusammenhängenden Chemie-Region Europas. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte”, schilderte Dr. Christian Gabel von Chem-Cologne die Situation. Der Branche droht ein Fachkräftemangel. „Die Zahlen sind rückläufig”, so Gabel. Im Gegensatz zum Bedarf an Arbeitskräften. Gute Voraussetzungen also für Berufseinsteiger.

Ausbilden für NRW

Die FH will ihren Beitrag dazu leisten, mehr junge Menschen für die Chemie zu begeistern. „Dabei haben wir ganz besonders NRW im Blick. Jeder Ingenieur, der hier ausgebildet und das Land dann verlässt, ist ein Verlust”, betonte FH-Rektor Prof. Marcus Baumann. Ausbildungsstandorte wie die FH seien gut aufgestellt, um die Vordenker von morgen zu schulen, beispielsweise mit berufsbegleitenden Studiengängen.

Prof. Manfred Biselli vom Fachbereich Chemie fügte hinzu, dass die FH führend dabei sei, ausländische Studenten zu gewinnen. Trotz der geburtenstarken Jahrgänge, die im Moment an die Hochschulen drängen, sei jetzt schon absehbar, dass es künftig zu wenig Chemie-Experten geben wird.

Ein Problem sei ein Trend im Schulbereich. „Da ist Biologie gerade mehr gefragt als Chemie”, so Biselli. Und das sei, fügte Gabel hinzu, entgegengesetzt zum Bedarf auf dem Arbeitsmarkt. „Mehr Arbeitsstellen und bessere Verdienstmöglichkeiten gibt es im Bereich Chemie”, so der Mann von Chem-Cologne.
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