FH verabschiedet auf Jülicher Campus 450 Absolventen

Von: ptj
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Geschafft: Die FH hat in Jüli
Geschafft: Die FH hat in Jülich 450 Absolventen mit dem Abschluss Bachelor und Master verabschiedet. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit einem „Halleluja” sind 450 FH-Absolventen auf dem Solarcampus in Jülich verabschiedet worden. Sängerin und Gitarristin Virginia Lisken hatte dieses Stück von Leonard Cohen zum stimmungsvollen Einklang ausgewählt.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel (CDU), hob in seiner Festrede hervor, dass die FH Aachen zu den erfolgreichsten Antragstellern im Programm „Forschung an Fachhochschulen” des Ministeriums zähle. Deshalb habe Bundesministerin Annette Schavan für eine Vervierfachung der Mittelausstattung gesorgt.

Von den insgesamt 37 Millionen Euro, die 2011 für die Forschung an FHs zur Verfügung stehen, fördere das BMBF zurzeit 20 Projekte allein an der FH Aachen mit rund 5,3 Millionen Euro. Um „noch mehr tun zu können”, hatte Rachel unlängst einen Zuwendungsbescheid über 4,3 Millionen Euro für den „Qualitätspakt Lehre” überbracht. Der Staatssekretär betonte auch, dass beim Ausbau der Studienangebote bewusst ein Schwerpunkt auf die FHs gelegt worden sei. So seien von 185 000 zusätzlichen geschaffenen Studienplätzen 130.000 an Fachhochschulen entstanden.

Zugleich warb Rachel für die Promotion. Die Ausbildung von Doktoranden stünde im Rahmen von Forschungskooperationen auch den FHs offen. Im Anschluss übergab der Staatssekretär aus Düren der Absolventin Katharina Druckenmüller im Auftrag der Dechema eine Auszeichnung der Max-Buchner-Forschungsstiftung für besondere Studienleistung in Technischer Chemie. Druckenmüller hat sich bereits für die Promotion entschieden.

Jülichs stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia äußerte in seiner Ansprache besonders seine Freude über die Bezeichnung „Hochschulstadt Jülich” in der Einladung. Das habe „etwas mit Zukunft und Standortsicherung zu tun”.

Prof. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, erwähnte die „Segnungen der Studienbeiträge” durch Investitionen, in deren Genuss die Absolventen gekommen seien, und bedauerte offen den Wegfall der Studiengebühren.

Prof. Angelika Merschenz-Quack, Sprecherin des FH-Campus Jülich, hatte nach angelsächsicher Akademiker-Tradition einige Talare und Barette bestellt, in denen sich die stolzen Absolventen später einzeln ablichten lassen durften. Auch die Anrede „Magnifizenz” für den FH-Rektor sei durchaus wieder in Mode gekommen, hieß es in diesem Zusammenhang .

„Ich kam, sah und siegte”

Interessant waren die Beiträge von vier Absolventen, Technomathematikern mit Bachelor- oder dem höheren Master-Abschluss: Sandra Bergmann, Kevin Drzycimski, Aniss Jazayeri und Tou Wong. Jazayeri brachte ihr Studium auf Cäsars kurze Siegesmeldung „Ich kam, sah und siegte”. Sie lobte besonders den Empfang an der FH „mit offenen Armen”, die Professionalität und persönliche Gestaltungsmöglichkeit des Studiums, die Multikultur in familiärer Atmosphäre und die fast ständige Erreichbarkeit der Professoren. Wong, der kein Wort Deutsch sprach, als er nach Jülich kam, fasste zusammen: „Vor fünf Jahren war ich wie ein Kind. Das studentische Leben lehrte mich auch den Weg zu einem ausgereiften Mann”. Der Chinese fliegt jetzt zurück in sein Heimatland, wertet aber „das Leben hier als unvergessliches Erlebnis”.
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