Aachen/Jülich - FH- und FZJ-Instituts erhalten Millionenförderung

FH- und FZJ-Instituts erhalten Millionenförderung

Von: Nina Krüsmann
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Forschungs-Staatssekretär Thomas Rachel (Mitte) übergibt Bewilligungsbescheide an Dr. Christina M. Schreiber (rechts daneben) vom Institut für Bio- und Geowissenschaften des Forschungszentrum Jülich und an Prof. Ulf Herrmann (links daneben), vom Solar Institut Jülich. Foto: Andreas Herrmann

Aachen/Jülich. In der Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule (FH) Aachen und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) in Sachen Solar Campus gab es einen weiteren Meilenstein zu feiern: Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), übergab einen Förderbescheid für das Verbundvorhaben „Algnutrient-UrBioSol“ ans Solarinstitut Jülich der FH Aachen und das Forschungszentrum Jülich.

Im Beisein von FH-Kanzler Volker Stempel erhielt Dr. Joachim Göttsche vom Solar Institut Jülich einen Bescheid über knapp 360.000 Euro, während Dr. Christina Schreiber vom Institut für Bio- und Geowissenschaften des FZJ eine Zusage über rund 1,23 Millionen Euro erhielt. Russische Kooperationspartner im Projekt sind aus Moskau das National Research Center Kurchatov Institute sowie die Lomonosov Moscow State University.

Der Titel des Vorhabens lautet „Hybride Solar-Algentechnologie in pflanzlichen Nährstoffkreisläufen und automatisierte Photobioreaktor-Konzepte für urbane bioökonomische Lösungsansätze“. Das Projekt ist ein Beispiel für die Umsetzung der „Nationalen Forschungsstrategie Bio-Ökonomie 2030“. Damit unterstützt allein das BMBF seit 2010 Forschungsprojekte in der Bioökonomie mit insgesamt rund 876 Millionen Euro.

Mikroalgen sind wahre Arbeitspferde unter den Pflanzen. Sie wandeln CO2 aus der Atmosphäre in Biomasse um und können zugleich als natürliche „Klärwerker“ Stoffe wie Phosphat, Nitrat und Schwefelverbindungen aus Abwässern filtern. „Wissenschaftler des Solar-Instituts und des FZJ arbeiten nun gemeinsam an Lösungen, wie dieses Potenzial der Algen in praxistauglichen Lösungen energie- und kosteneffizient genutzt werden kann. Die Förderung des Forschungsministeriums zeigt, wie stark die Forschungsregion Jülich-Aachen in der Bioökonomie aufgestellt ist“, sagte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel.

Der Begriff Bioökonomie war unbekannt

Als die Nationale Forschungsstrategie 2010 gestartet wurde, sei der Begriff Bioökonomie weitgehend unbekannt gewesen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. „Seitdem hat sich viel verändert und viele Länder sind unserem Beispiel gefolgt. Weltweit weniger fossile und dafür mehr nachwachsende Rohstoffe nachhaltig und effizient nutzen – und dabei der Ernährungssicherheit Vorrang einräumen. Nicht weniger möchten wir mit der Bioökonomie erreichen“, sagte Rachel. Ziel sei es, den Strukturwandel von einer erdöl- zu einer biobasierten Wirtschaftsweise voranzutreiben.

„Es bedarf hierzu der globalen Zusammenarbeit. Um diese Zusammenarbeit voranzubringen, haben wir die Initiative ,Bioökonomie International‘ gestartet“, ergänzte er. Gefördert werde die Zusammenarbeit deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Nicht-EU-Partnern im Bereich der Bioökonomie, führte Rachel weiter aus.

In diesem Rahmen unterstütze das BMBF deutsche Forschende mit über 35 Millionen Euro. Als bevorzugte Partnerländer gelten Argentinien, Brasilien, Chile, China, Indien, Kanada, Malaysia, Vietnam und Russland. Die Zusammenarbeit zwischen BMBF und dem Ministry of Education and Science of the Russian Federation in der Bioökonomie gelte hier als Besonderheit.

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