FH schlägt Bidlungsbrücke zum Science College Overbach

Von: Volker Uerlings
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Rusbeh Nawab (von links) als Leiter des Science College Overbach, FH-Prorektor Professor Josef Rosenkranz und Institutsdirektor Professor Michael J. Schöning unterzeichneten gestern auf dem Fachhochschulcampus Jülich eine Kooperationsvereinbarung. Foto: Uerlings

Jülich. Die Bildungsträger müssen aufeinander zugehe, denn im System gibt es mitunter Klippen: von Kita zur Grundschule, dann zur weiterführenden Schule, von dort zu den Unis oder in die Ausbildung. „Die Übergänge sind immer das Problem“, sagte Professor Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre an der Fachhochschule Aachen.

Er war am Dienstag in offizieller Mission auf dem Campus Jülich unterwegs und leistete einen Beitrag, Brücken zwischen Bildungsträgern zu schlagen. Das Jülicher FH-Institut für Nano- und Biotechnologien (INB) und das ­Science College Overbach als außerschulische Bildungseinrichtung kooperieren nun per Vertrag.

Wie sieht die Partnerschaft aus? Das Jülicher Institut gestaltet im Jahr drei bis vier Workshops innerhalb des Programms am Science College Overbach in Barmen: bei Lernferien, der Junior- oder Ferienakademie. Diese Workshops werden von Doktoranden geleitet, denn inzwischen sind durch Kooperationen der FH dort auch Promotionen möglich. Im Fall des Instituts für Nano- und Biotechnologie sind das die Uni Marburg, die Katholische Universität Löwen (Belgien) und das Forschungszentrum Jülich. Professor Schöning informierte bei der Vertragsunterzeichnung, dass es im INB 17 abgeschlossene und zwölf laufende Promotionen gibt.

Diese Doktoranden treffen in Overbach zumeist auf hochinteressierte und motivierte junge Leute und sorgen gelegentlich für den „Moment, in dem der Funke überspringt“, wie es Rusbeh Nawab, Leiter des Science College Overbach (SCO), formulierte. Sie können authentisch über Studieninhalte und Karrierechancen informieren.

Das SCO bietet laut Nawab grundsätzlich Plattformen für außerschulische Angebote in den MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Die Schüler(-innen) sollten rechtzeitig erkennen, welche Perspektiven es gibt. Neben handlungsorientierten Experimenten im College stehen aber eben auch die Labore im FH-Institut für Nano- und Biotechnologie durch die Kooperation offen.

Das „ganzheitliche Angebot“ umfasse aber nicht nur den MINT-Bereich, sondern auch geisteswissenschaftliche Diskurse. „Seit 2009 haben wir 17000 Kinder, Jugendliche und Pädagogen zu Gast gehabt“, sagte Nawab, der sich für den katholischen Träger des SCO, den Oblaten des heiligen Franz von Sales, bedankte, der mit Pater Josef Költringer und dem pädagogischen Geschäftsführer Heinz Lingen die Vertragsunterzeichnung verfolgte.

Bislang lose Zusammenarbeit

Die beiden Partner FH-Institut und Science College haben schon zwei Jahre lose zusammengearbeitet. „Das wollen wir jetzt verstetigen“, sagte INB-Direktor Professor Michael J. Schöning. Beide Partner könnten dabei nur gewinnen. Für die FH ist die Kooperation so etwas wie ein Fuß in der Tür, denn Fachhochschulen seien zunächst „nicht so im Bewusstsein der Schulen“, hatte schon Josef Rosenkranz dargelegt. Derzeit gebe es zwar nicht zwingend die Notwendigkeit, Studierende zu akquirieren, da die Zahlen seit Jahren konstant hoch seien. Aber es gehe manchmal eben auch um die Qualität, was sich vor allem in der Motivation zeige, sagte Michael J. Schöning.

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