Feuerwehr verhindert Fischsterben im Schwanenteich

Von: ma.ho.
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Der Angelsportverein hatte Alarm geschlagen, die Jülicher Feuerwehr verhinderte am Freitagabend in einer konzertierten Aktion das befürchtete Fischsterben im Schwanenteich. Foto: Horrig

Jülich. Die andauernde Hitze macht nicht nur den Menschen zu schaffen. Flüsse und Bäche führen bei diesen Temperaturen immer weniger Wasser, und die stehenden Gewässer erwärmen sich, was für Fische gefährlich werden kann.

Bei Wassertemperaturen von mehr als 28 Grad und geringem Sauerstoffgehalt besteht für sie akute Lebensgefahr. In diese Region drang am Freitag der Schwanenteich, bei dem der Angelsportverein Jülich 1923 das Fischereirecht angepachtet hat. Sporadisch kontrolliert der Verein Gewässer. Donnerstag überprüften Mitglieder des ASV aufgrund der Hitze den Sauerstoffgehalt des Schwanenteiches, da die Fische verdächtig nahe an der Wasseroberfläche schwammen und nach Luft schnappten. Hierbei stellte sich heraus, dass sich Sauerstoffgehalt und ph-Wert kritisch entwickelt hatten – für die Fischfreunde Alarmstufe rot.

Am selben Abend noch informierte man den 1. Vorsitzenden des ASV, Achim Frauenrath. Eine Temperaturmessung am Freitag bestätigte die Befürchtungen. Die Temperatur der Wasseroberfläche lag bei 29 Grad und auf dem Grund bei 24 Grad: Zeit zu handeln. Frauenrath versuchte, mit dem Ordnungsamt, dem Bauhof und den Stadtwerken Kontakt aufzunehmen, doch nach seiner Aussage fühlte sich niemand so recht zuständig. Zu guter Letzt wandte er sich an die Feuerwehr Jülich, die sich ein Bild vor Ort machte und sofort Maßnahmen ergriff. Zwei Wasserwerfer und Pumpen mit zwei C-Rohren und einem B-Rohr wurden angeworfen. Durch die starken Wasserstrahlen kam Bewegung in den Teich und brachte den ersehnten Sauerstoff. 20 Wehrleute des Löschzuges Mitte sowie der Löschgruppe Welldorf waren im Einsatz. Die Wehr drängte darauf, dass von Seiten der Stadt noch am Freitag nach der Pumpe des Schwanenteiches geschaut und diese installiert wurde. Sie wurde abends in Betrieb genommen.

Besorgte Passanten fragten, warum die Pumpe nach dem Winter nicht wieder eingebaut wurde. Die Fontäne Höhe brachte schließlich den so notwendigen Sauerstoff. Mitglieder des ASV schauten in der Nacht nach Teich und Fischen – die Lage hatte sich spürbar verbessert.

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