Feuerwehr Niederzier: Weitere Investitionen und stabile Einsatzzahlen

Von: Fred Schröder
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Frank Körner (3.v.l.) erhielt das Silberne und Wilfried Rothkranz (3.v.r.) das Goldene NRW-Feuerwehr-Ehrenzeichen. Bürgermeister Hermann Heuser (r.), Wehrleiter Markus Wirtz und sein Stellvertreter Matthias Cremer (links) gehörten zu den ersten Gratulanten. Foto: Fred Schröder

Niederzier. Was Niederziers Gemeindebrandmeister Markus Wirtz als „ein Luxusproblem“ bezeichnet, ist eine Medaille mit zwei Seiten. „All unseren aktiven Wehrmitglieder haben Arbeit“, beschreibt Wirtz erfreut die Situation der Feuerwehrleute.

Aber andererseits könnte sich da ein Problem auftun: „Die Tageserreichbarkeit ist dadurch eingeschränkt. Wir müssen tagsüber schon mehrere Löschgruppen alarmieren, damit eine genügende Anzahl Einsatzpersonal zur Verfügung steht.“

Noch aber ist kein Grund zur Sorge erkennbar. Der aktiven Wehr gehören 141 Frauen und Männer an, und die Jugendfeuerwehr zählt in ihren Reihen fünf Mädchen und 141 Jungen. Und die sind mit Eifer bei der Sache, absolvierten im vergangenen Jahr 550 Stunden feuertechnische Ausbildung und wachsen in die Wehr hinein. Der Ausbildung widmet die Feuerwehr Niederzier große Aufmerksamkeit. Die Mitglieder besuchten 50 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene. Als Erfolgsmodell erweist sich die interkommunale Grundausbildung mit den Gemeinden Inden und Langerwehe. In ihr erhielten zwölf Feuerwehrleute ihre Ausbildung.

Zufrieden zeigte sich Gemeindebrandmeister Wirtz mit der technischen Ausstattung der Wehr. Höhepunkt des vergangenen Jahres waren die „Vier auf einen Streich“, als die Wehr zu einem Zeitpunkt je zwei Löschfahrzeuge und Mannschaftstransporter in den Dienst nahm.

Im Vergleich zum Vorjahr konstant blieb die Zahl der Einsätze. In 2014 standen 128 den 130 aus 2013 gegenüber. Wie auch andernorts dominieren die technischen Hilfeleistungen. „Wir hatten keine Langeweile“, stellte Wirtz fest und verwies auf die vielen Einsätze bei den Stürmen während der Pfingstfeiertage 2014 und die folgende überörtliche Hilfe, die die Wehr bis nach Essen führte. Dafür gab es Lob von Bürgermeister Hermann Heuser, der auf die enorme Investitionssumme von 560.000 Euro im vergangenen Jahr verwies und für dieses Jahr 150.000 Euro in Ansatz brachte.

Für die beiden nächsten Jahre sind nochmals 450.000 Euro eingeplant, unter anderem für ein neues Löschfahrzeug für die Löschgruppe Oberzier. „Die Anschaffungen haben die Schlagkraft wesentlich erhöht“, sagte der Bürgermeister, der dazu aufforderte, „nur keinen Stillstand aufkommen zu lassen“. Für die Löschgruppe Huchem-Stammeln strebt Heuser einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit einer Rettungswache des Kreises an der B 56 an.

Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen Silber des Landes NRW für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Wehr wurde Frank Körner (Niederzier) ausgezeichnet. Das NRW-Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 35 Jahre erhielt Wilfried Rothkranz .

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