Jülich - „Festival der Pferde“: Kommunikation durch fließende Energie

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„Festival der Pferde“: Kommunikation durch fließende Energie

Von: jago
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Der Lusitano-Hengst Alvaro nahm die Energie der Bewegungsabläufe des Kampfsportlers Sergej Kress auf und richtete seinen Weg darauf aus. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd stand im Mittelpunkt des „Festivals der Pferde“, zu dem der Jülicher Reit- und Fahrverein „Hippophilos“ eingeladen hatte. Auf dem Programm standen diverse Interaktionen, die von der lizensierten Reittherapeutin Marie Maßmann, gleichzeitig Gründerin des Vereins, demonstriert und erläutert wurden, die Zwischenmoderation hatte Frank Görmar übernommen.

Auf beeindruckende Weise zeigte Marie Maßmann beispielsweise, wie intensiv sich eine Kommunikation zu ihrem Lusitano- Hengst Alvaro alleine durch die von ihr in den Raum geschickte Energie aufbaute. So erfuhren die Zuhörer, dass sich das Pferd bei höherer Energie im Raum in einem größeren Abstand und mit größerer Geschwindigkeit bewegt.

Äußerst eindrucksvoll gestaltete sich als Beleg für die Wirkung der sensorisch aufgenommenen Energie der Auftritt des Kampfsportlers Sergej Kress, der mit seinen schnellen Bewegungsabläufe Alvaro zu Reaktionen animierte.

In Folge der behutsam aufgebauten energetischen Verbindung komme man im Umgang mit dem Kulturgut Pferd wieder zu einer ursprünglichen Erdung, sagte die Expertin. Ihr Ratschlag an Reiter lautete, dass man sich stets hinterfragen solle, ob man führe, dominiere oder manipuliere, um bestenfalls „sein Mittiersein zu spüren“.

Mit fein abgestuftem Klavierspiel, besonders in der Lautstärke optimal abgestimmt und stets dezent im Hintergrund bleibend, trug die Pianistin Carolin Kühn ausgezeichnet zum Gesamteindruck der Darbietungen bei. Der Bitte von Marie Maßmann, die Reitfläche zur Demonstration der Herdenbildung zu betreten, folgten viele Zuschauer, auch wenn dort der temperamentvolle Lusitano Scino gerade wilde Sprünge vollführte.

Lebewesen und Partner

In einem Gespräch bezeichnete Marie Maßmann das Reiten als „elitären Sport“, da es einen großen finanziellen Aufwand verlange, wenn man dem Pferd als Lebewesen und Partner gerecht werden wolle. Wenn eine Reitstunde für zehn Euro angeboten wird, könne das nur darauf hinauslaufen, dass die Pferde nach ihrer Ausmusterung aus dem Betrieb im Schlachthof landen würden. Ihr Anliegen formulierte sie folgendermaßen: „Man muss auch über die Rente der Tiere nachdenken. Der Verein ‚Hippophilus‘ ist dazu da, dass die Pferde ihr Leben ganz normal zu Ende leben dürfen, und das kostet viel Geld.“

In der Pause fand die Pferdefreundin Roswitha Schönenstein, im Beruf Sozialamts-Mitarbeiterin, eine passende Beschreibung der Veranstaltung: „Man nimmt für alle Lebenslagen etwas mit.“

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