Faszinierende Kunst in der alten Zentralbank

Von: ls
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Sunita Gupta-Leßmann (links)
Sunita Gupta-Leßmann (links) und Pia von Ameln vor einem Gemälde der Ausstellung „WeihnachtsWünscheWerkschau” in Jülich. Foto: Lilian Schmidt

Jülich. Die Herzogstadt war einst Sitz einer Landeszentralbank-Niederlassung. Das ist schon einige Jahre her. Die einstige Schalterhalle in der Neusser Straße 24 beherbergt nun an zwei Adventswochenenden eine Ausstellung zweier Jülicher Künstlerinnen.

Sunita Gupta-Leßmann und Pia von Ameln waren bis vor einem Jahr als Grafikdesignerinnen tätig und haben unter anderem das Jülicher Stadtlogo entworfen. Seit 2006 gibt es das gemeinsame Unternehmen „Fjell”.

„Fjell steht für Fläche im Raum”, erklärt Sunita Gupta-Leßmann. „Das Bild wird nicht nur als Bild, sondern auch im Raum genutzt”. Die großformatigen Bilder können beispielsweise als Wandbehang oder Raumteiler verwendet werden.

Davon kann man sich bei der Ausstellung „WeihnachtsWünscheWerkschau” überzeugen. In der ehemaligen Schalterhalle hängen Porträts von den Decken, an den Wänden befinden sich Fotografien, die am Rechner oder malerisch bearbeitet wurden. Die Bilder zeigen Landschaften, Menschen, Tiere, Gegenstände und alltägliche Situationen. Sehr interessant sind die „WunschBilder”, bei denen private Fotos zu einem individuellen Kunstwerk werden. Auch Zeichnungen sind vertreten - von Frösche, Weihnachtsmännern und vielem mehr.

Daneben gibt es weihnachtliche Dekorationen wie große Nikolausstiefel mit Mistelzweigen auf dem Fußboden oder Nikolausfiguren auf den Fensterbänken. Im Raum sind Teelichter verteilt. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt, denn es gibt in einem Nebenzimmer, dem ehemaligen Tresorraum, „Kaffee und so”.

Mit Getränken und Weihnachtsgebäck kann man sich auf einem der alten, aber sehr gemütlichen Sofas niederlassen und die faszinierenden Bilder ausgiebig betrachten. Zur besonderen Atmosphäre trägt der Ausstellungsraum selbst bei. „Er ist wie ein Atelier mit den riesigen Fensterflächen”, sagt Pia von Ameln. Der Blick in den Garten ist fast ein Kunstwerk für sich. Auch der Tresorraum bietet neben künstlerischen Werken spannende Einblicke in die Geschichte des Hauses, das im zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde - lediglich der begehbare Tresor der früheren Reichsbank blieb damals unversehrt stehen.

Der Rechtsanwalt Dr. Friedhelm Beck hatte den beiden Künstlerinnen die ehemalige Schalterhalle kurzfristig zur Verfügung gestellt. „Wir haben in den letzten vier Wochen Tag und Nacht gemalt”, sagt Sunita Gupta-Leßmann. „Es war ein großer Kraftakt”, schließt sich Pia von Ameln an. Sie fügt hinzu „Trotz der Anstrengungen denken wir über eine Ausstellung in der Osterzeit nach.”

Die Mühen der letzten Wochen haben sich auf jeden Fall gelohnt. Es ist eine wunderbare weihnachtliche Kunstausstellung herausgekommen. Sie ist am kommenden Wochenende samstags (10. Dezember) von 12 bis 19 Uhr und am sonntags (11. Dezember) von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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