Farbenspektakel im Festzelt: Kostümsitzung mit Lasershow

Von: hfs.
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Das Dreigestirn der KG Maiblömche zieht ein: Prinz Udo, Bauer Markus und Jungfrau Frieda. Foto: hfs.

Lich-Steinstraß. „Setzen, eine Eins.“ Über die Bestnote für die große Kostümsitzung der KG Maiblömche in Lich-Steinstraß dürften sich die meisten der über 1000 Jecken im Festzelt einig gewesen sein. Ein neu errichtetes Festzelt, herrlich dekoriert, tolle und überzeugende Tanzgruppen, Top-Showbands, zwei Spitzenredner, ein bestens aufgelegtes Dreigestirn und ein Finale Furioso, Karnevalsjeck, was willst Du mehr?

Dass das hervorragende Programm, zusammengestellt vom KG-Vorsitzenden und Literaten Jürgen Vent, ab und an ins Stocken geriet, davor war niemand gewappnet. Dann ist Improvisation gefragt. Improvisationstalent besitzt zweifelsfrei Mike Schmitz, Sitzungspräsident der Maiblömche. Wie kein anderer ist er in der Lage, mit seiner stets griffbereiten Klampfe solche Hänger, zum Beispiel einen Stromausfall in der Technik, zu überbrücken. Dass ein solcher ausgerechnet vor dem Finale eintritt, war ärgerlich, aber kein Problem. Schmitz griff zur Gitarre, sang und schunkelte mit den Jecken. „So, als ob es eingeplant wäre“, atmete Trompeter Lutz Kniep nach seinem Auftritt auf. Als sensationelle Lasershow erstmals angekündigt, entpuppt sich dieser Auftritt als Finale Furioso.

Die Narren erleben ein multimediales Spektakel mit Laser, Dia, Film oder Video. Nebelwaben geben plötzlich den Zelthimmel frei, an diesen werden Motive aus Lich-Steinstraß, geworfen, die längst verschrottete Sendeanlage der Merscher Höhe erlebt ihre Auferstehung. Das atemberaubende Farbenspiel wurde untermalt von Trompeters Lutz Kniep. Ein donnernder Applaus ging über in das Maiblömchelied, das traditionell jede Sitzung beendet.

Grandioser Einmarsch

Eine Sitzung, die mit dem grandiosen Einmarsch des über 100 Mann starken Ur-Traditionskorps „Altstädter Köln“ startete, das den Elferrat auf die Bühne geleitete, zu dessen Ehren das Korps den Herzblatt-Tanz aufführte – mit „Et Stänche“ (Tanzmariechen Stefanie Pütz) und „Dä Zündkäätz“ (Tanzoffizier Jens Scharf).

Die Mehrzahl von Schwein sind Mehr-Schweine! Ganz einfach, wie Redner Martin Schopps, hauptberuflich Lehrer, beteuert. Es sind die Alltagsgeschichten, über die der Kölner am liebsten philosophiert. Er blickte auch ins Jahr 2040. Dann werden die Insignien des Dreigestirns „Hamburger, Döner und Handy“ sein, der Elferrat zieht mit fünf Ehrensenatoren in Begleitung ihrer Krankenschwestern“ ein. Schopps bekam eine von zwei Raketen, die Mike Schmitz auf der Sitzung zünden ließ.

Eine zweite galt Stefan van den Eertwegh. Stefan wer? Dies fragte vor über 40 Jahren den damals dreijährigen Nettetaler ein Mädchen im Kindergarten. Die komplette Namensnennung wartete die Kleine erst gar nicht ab, ab sofort hieß er nur noch die Erdnuss. Und als solche steigt er in die Bütt, strapaziert die Lachmuskeln, erklärt mit Kochlöffel, Bibermütze, Schaltuhr und Kleiderbügel, wie es Fuchs, Bär und Hirsch gemeinsam schaffen, im Wald ein Erdmännchen aus einer Höhle zu ziehen. Seine Zugabe vom Kreis Düren, „der ein ganzes Gedicht wert ist“, wurde mit Standing Ovation belohnt. Die Erdnuss wurde beklatscht, bejubelt und gefeiert.

Wie im Anschluss auch die Micky Brühl Band, die musikalisch Fastelovend fierte, met Hätz und Siel. Dem standen die „Funky Marys“ in Nichts nach, die fünf Mädchen vom Rhein wussten, wie man ein Publikum begeistert. Einfach mit kölsche Tön, die geradezu zum Mitsingen verpflichten. Waren es dort die Töne, die begeisterten, waren es bei der Tanzgruppe De Höppemötzjer die Funken mit ihrem Stippeföttche und die Mariechen mit ihrer Ausstrahlung.

Umjubeltes Heimspiel

Natürlich hatten die beiden eigenen Tanzgruppen, die Tanzmüüs und die Showtanzgruppe, ein umjubeltes Heimspiel wie auch die Showband Mennekrather, die diesmal in der Mitte des Programms auftrat. Die Bühne frei gab der Sitzungspräsident natürlich dem Dreigestirn: Prinz Udo (Udo Peters), Jungfrau Frieda (Wilfried Heinrichs) und Bauer Markus (Markus Weber). Es wurde gepreckt, gesungen und getanzt.

Der Start zum Endspurt hätte für die Repräsentanten der Maiblömche und deren Gefolge nicht besser sein können. Da war der Auftritt von Knacki Deuser längst verziehen. Denn der war diesmal nur eine Randnotiz wert.

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