Fantasy-Autor Markus Heitz liest in der Buchhandlung Fischer

Von: bw
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Der Fantasy-Autor Markus Heitz nahm sich bei seiner Lesung in der Buchhandlung Fischer viel Zeit, um die Fragen der Zuhörer zu beantworten. Foto: Wickmann

Jülich. Zum Auftakt ihrer diesjährigen Lesungen hat sich die Jülicher Buchhandlung Fischer etwas Besonderes einfallen lassen und einen für alle Fantasy-Fans sehr bekannten Autor in die Herzogstadt eingeladen, um in entspannter Atmosphäre sein neues Buch vorzustellen.

Spätestens seit der 2003 begonnenen und mittlerweile beim fünften Band angelangten Serie „Die Zwerge“ ist der gebürtige Saarländer Markus Heitz den Lesern ein Begriff. Nach der Begrüßung durch den Inhaber Wolfgang Hommel und der Abteilungsleiterin Fantasy und Science Fiction Ellen Peters ging es auch direkt los.

„Fast wäre ich ein Lehrer geworden, aber dann habe ich in den Magister-Studiengang gewechselt, da ich der Meinung bin, dass es sich doch gut anhört, wenn man sich später „Meister“ nennen kann“, berichtete Heitz schmunzelnd seinen Jülicher Zuhörern. In einem Bretagne-Urlaub kam ihm die Idee, man könnte doch mal ein Buch schreiben und so wurde nach und nach ein umfangreiches Universum geschaffen mit vielen Haupt- und Nebenfiguren, welche den Leser in den verschiedenen Romanreihen des Autors in unbekannte Welten entführt.

Es begann mit den Erzählungen rund um die Welt „Ulldart“ und führte unter anderem von den „Zwergen“ und der „Albae“-Reihe über zahlreiche Horrorgeschichten zu der Romanserie „Die Mächte des Feuers“. Den gerade erschienen dritten Band „Drachengift“ hatte der Autor nach Jülich mitgebracht und las mehrere Passagen daraus vor, erklärte die Hintergründe und beantwortete die Fragen der Zuhörer.

Der Roman greift die Handlung der beiden Vorgängerbücher „Die Mächte des Feuers“ und „Drachenkaiser“ auf und erzählt die Geschichte weiter. In der von Heitz beschriebenen Parallelwelt wird die Erde in den 1920er-Jahren insgeheim von Drachen regiert, die alle politischen und gesellschaftlichen Fäden in ihren Klauen halten und so den Lauf der Geschichte bestimmen.

Es gibt allerdings Menschen, die sich diesem System widersetzen und als Drachenjäger gegen die schier übermächtigen Gegner kämpfen. „Ich wollte etwas Neues erschaffen und die Figur des Drachen aus seiner üblichen Umgebung herausholen. Deshalb gibt es nun Drachen in der Welt der Zwanziger Jahre, die ich persönlich als sehr spannendes Jahrzehnt empfinde“, berichtet Heitz über die Entstehung seiner Romanreihe.

Die Hauptfigur heißt Silena, die durch den Verlust ihrer Brüder zu einer Drachentöterin wurde und die in „Drachengift“ mit ihren Mitstreitern unaufgeklärten Mordfällen nachgeht. Die Lesung begann im Deutschen Stadion in Berlin, wo ein Chemie-Unternehmen ein neues Gas vorstellt, das angeblich für Drachen tödlich ist.

Frage-Antwort-Runde

Heitz nahm die Anwesenden anschließend mit auf eine Reise ins süddeutsche Freising und nach Amerika, wo Silena in Colorado Springs versucht, das Geheimnis der Drachen zu lüften. Selbstverständlich verstand es der Autor, Spannung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten, indem er natürlich nicht verriet, wie die jeweilige Situation ausgeht.

Bei der anschließenden Frage-Antwort-Runde verriet Heitz, was ihn inspiriert und wie er oft Sachen aus dem täglichen Leben in die Handlungsstränge seiner Geschichten aufnimmt. Für alle Gäste bestand zum Ende eines kurzweiligen Lesungsabends die Möglichkeit, Bücher oder Hörbücher vom Autor signieren zu lassen.

„Ich finde es immer spannend, mit meinen Lesern in Kontakt zu treten und zu sehen, wer meine Bücher liest. So ein Abend ist immer eine sehr persönliche, nahe und spontane Angelegenheit, was mir sehr gut gefällt“, fasste Heitz seine Eindrücke zusammen. Es wird bestimmt nicht sein letzter Besuch in Jülich gewesen sein.

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