Fantastische Raumwirkung

Von: ng
Letzte Aktualisierung:
ausstellungbu
Bernhard Mittermaier freut sich, die Künstlerin Christiane Mucha für eine Ausstellung in der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich gewonnen zu haben. Foto: Gottfroh

Jülich. Wieder einmal hat sich die Zentralbibliothek des Forschungszentrum Jülich in eine Galerie verwandelt. In der Ausstellung „Auf engstem Raum” werden Bilder der Künstlerin Christiane Mucha gezeigt.

Wie der Titel bereits andeutet, werden den Besuchern in der Artothek der Bibliothek auf engstem Raum große und kleine Bildräume präsentiert, die das Auge des Betrachters zu fesseln verstehen.

Die Künstlerin Christiane Mucha hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die gelernte Betriebswirtin hat auch ein Studium der Malerei an der Akademie für Bildende Kunst NRW abgeschlossen, an der sie seit April des vergangenen Jahres selbst Dozentin ist. Zudem leitet die zweifache Mutter die Neue Kunstschule Düren für Kinder und Jugendliche, an der sie die jungen Menschen mit der Kunst in Berührung bringt.

Das Besondere an ihren Werken ist, dass sich der Blickwinkel des Betrachters mit jedem Bild ändert. „In meinen Werken beschäftige ich mich immer wieder mit der Raumwirkung von Farben und Formen. Ich versuche, den Raum immer wieder neu zu erschaffen,” erklärt Mucha. So nimmt sie Linien auf, die die Perspektive unterstützen und arbeitet mit nur wenigen, strukturstarken Flächen. Viele ihrer Bilder zeigen zum Beispiel Felsen, die entweder einen Innenraum wie eine Höhle wiedergeben, während andere den Blick in eine freie Landschaft freigeben. Ein anderes Mal scheint man im Gebirge zu stehen oder über ein Feld zu rasen.

Neben der Raumwirkung die Bilder ebenfalls durch eindrucksvolle Farben. So sieht man auf dem Bild „Vogel” über die Schulter eines bunten Gefiederten aus einer Baumkrone heraus und fühlt sich in einen tropischen Regenwald versetzt. „Mir ist es wichtig, dass meine Bilder Raum, Tiefe und Geschichte transportieren. In ihnen habe ich prägende Ereignisse, die ich erlebt habe, verarbeitet. Der Betrachter soll sich nicht so schnell fertig gesehen habe,” erzählt die Künstlerin.

Nicht nur die Künstlerin freut sich, ihre Werke im Forschungszentrum einem größeren Publikum zugänglich machen zu können. Auch der Leiter der Zentralbibliothek, Bernhard Mittermaier, ist glücklich, Christiane Mucha für die Ausstellung gewonnen zu haben: „Auch in einem Forschungsbetrieb wie unserem macht es Sinn, sich einmal mit der Kunst zu beschäftigen. Denn Kunst und Wissenschaft schließen sich ja nicht aus. Manchmal ist es einfach wichtig daran erinnert zu werden, dass es auch eine Welt außerhalb der Zahlen gibt,” lachte er.

Die Ausstellung kann noch bis zum 8. Mai, während der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek von 8 bis 18 Uhr besucht werden. Interessierte sollten daran denken, dass für den Eintritt ins Forschungszentrum ein Personalausweis benötigt wird.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert