Familienpaten spenden viel Zeit

Von: spl
Letzte Aktualisierung:
Beraten und Austauschen, dazu
Beraten und Austauschen, dazu bietet der Sozialdienst katholischer Frauen alle zwei Monate ein gemeinsames Treffen der Paten an: Sylvia Karger-Kämmerling vom Caritasverband und Vera Mergenschröer vom SkF im Gespräch mit Familienpatin Hildegard Spelthann. Foto: Plahm

Jülich. Das Baby zur Tagesmutter bringen, den Kleinen zum Kindergarten und die Große in die Schule fahren, dann schnell zur Arbeit, am späten Nachmittag die Kinder wieder einsammeln, noch gemeinsam zu Abend essen und nebenbei noch den Haushalt erledigen. So oder ähnlich sieht wohl der Alltag in vielen Familien mit berufstätigen Eltern oder Alleinerziehenden aus.

Dass dabei so manche Eltern an ihre Grenzen gelangen und die Zeit mit den Kindern manchmal zu kurz kommt, liegt auf der Hand. Oft leben auch Großeltern und andere Verwandte weit entfernt.

Daher hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bereits vor drei Jahren das Projekt „Familienpaten” in Düren ins Leben gerufen. Wie Projektleiterin Vera Mergenschröer erklärt, sei die Grundidee, engagierten Menschen die Möglichkeit zu geben, Familien zu unterstützen. Besonders häufig würden sich Ältere melden, die gerade aus dem Berufsleben ausgeschieden sind. Natürlich sind auch jüngere Paten willkommen.

Ziel des Programms ist es dabei nicht, Tagesmütter oder Erziehungshilfen zu bieten. Vielmehr soll ein persönlicher und flexibler Kontakt zwischen Familie und Pate entstehen.

Das ist auch bei Hildegard Spelthann der Fall. Die Ehrenamtlerin betreut, wie so viele andere Paten, eine Familie mit kleinen Kindern und wirkt schon seit zweieinhalb Jahren mit. Auf dem Zeitplan stehen vor allem Unternehmungen mit den Kindern, beispielsweise Ausflüge zum Spielplatz.

Damit auch Familien in Jülich die Möglichkeit haben, eine liebe Ersatzoma, einen Ersatzopa oder eine jüngere Bezugsperson für ihre Kinder kennenzulernen, bietet der SkF in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband das Projekt der Familienpaten nun auch in der Herzogstadt an. Dass Bedarf besteht, meint auch Sylvia Karger-Kämmerling vom Caritasverband.


„Viele junge und zugezogene Eltern wünschen sich jemanden, der einmal in der Woche etwas mit den Kindern unternimmt oder für ein Kind die schulische Förderung übernimmt.” Seit Beginn der Initiative in Jülich haben sich bereits zehn Familien besonders mit Kleinkindern gemeldet.

Wichtig war Mergenschröer bei einem ersten Treffen von Interessierten zu betonen, dass es in erste Linie, um die Unterstützung geht, die die Freiwilligen den Familien geben: „Die Ehrenamtler sollen ihre Zeit spenden und nicht ihr Geld.” Deshalb werden den Paten auch die Fahrtkosten erstattet.


Nun erhoffen sich Sylvia Karger-Kämmerling und Vera Mergenschröer, dass sich in den nächsten Wochen auch zahlreiche Paten melden werden, denn die Projektleitung benötigt weitaus mehr Ehrenamtler, um allen Familien Paten vermitteln zu können.

Wer seine Freizeit in Zukunft durch die Unterstützung einer Familie bereichern möchte, kann sich unter Telefon 02421/2843-158 oder per E-Mail an mergenschroeer@skf-dueren.de an Vera Mergenschröer wenden oder unter Telefon 02461/ 6226300 bzw. per E-Mail an skarger-kaemmerling@cv-dueren.de Kontakt mit Sylvia Karger-Kämmerling aufnehmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert