Linnich - „Familiale Pflege“: Die Möglichkeit eine Lösung zu finden

„Familiale Pflege“: Die Möglichkeit eine Lösung zu finden

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Die Krankenschwestern Elisabeth Leisten (v .l. ), Judith Franz und Monika Behling stehen beratend zur Seite.

Linnich. Die Mehrzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird zu Hause von Angehörigen gepflegt. Das St. Josef-Krankenhaus Linnich bietet mit dem Projekt „Familiale Pflege“ Angehörigen, die die Aufgabe der Pflege daheim übernehmen, das Unterstützungsangebot des kostenlosen Pflegetrainings an.

Einzige Voraussetzung ist, dass der zu Pflegende im Krankenhaus stationär aufgenommen wurde und eine Pflegestufe beantragt hat oder bereits einer Pflegestufe zugeordnet ist. Das Angebot dient der Unterstützung und Kompetenzförderung von pflegenden Familien im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung.

Die Pflegekräfte der Station, auf der der zu Pflegende betreut wird, stellen gerne den Kontakt her zu den Mitarbeiterinnen des Pflegeberatungsteams, welches aus den examinierten Pflegekräften Elisabeth Leisten, Judith Franz und Monika Behling besteht.

Interessierte können Familienberatungsgespräche mit dem Patienten im Krankenhaus in Anspruch nehmen. Es finden Einzel- oder Familienberatungsgespräche im häuslichen Bereich statt, verbunden mit der Möglichkeit, gemeinsam Lösungen für den Pflegealltag zu finden. Individuelle Pflegetrainings zu Hause in der gewohnten Umgebung berücksichtigen die Gegebenheiten vor Ort. Dieses Training kann bis zu sechs Wochen nach der Entlassung des Patienten in Anspruch genommen werden. Außerdem gibt es Gesprächskreise für pflegende Angehörige.

Pflegebedürftigkeit in der Familie ändert das Leben des zu Pflegenden und auch das des pflegenden Angehörigen. Deshalb möchte das St. Josef-Krankenhaus von Beginn an helfen, mit den Herausforderungen der Aufgabe zurechtzukommen. Das kostenlose Pflegetraining hilft, wenn Angehörige zukünftig häusliche Pflege übernehmen werden, wenn sie ihr vorhandenes Grundwissen auffrischen oder erweitern möchten und wenn sie Beratung in der häuslichen Pflegesituation benötigen.

Auf Wunsch kann das Angebot der „Familialen Pflege“ durch einen Initialpflegekurs ergänzt werden: Dieser dient zur Erlangung des pflegerischen Grundwissens und ist ebenfalls für Interessierte kostenlos. Er dauert drei mal drei Stunden. Die Initialpflegekurse finden in der Gruppe statt. Mit anderen pflegenden Angehörigen haben die Teilnehmer so die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung Pflegetechniken zu erlernen.

Zudem können sie auf diesem Wege auch weitere Betroffene kennenlernen und sich über ihren Pflegealltag austauschen. Das Modellprojekt „Familiale Pflege“ wird von der AOK Rheinland/Hamburg finanziert und von der Universität in Bielefeld wissenschaftlich begleitet. Das komplette Angebot ist für pflegende Angehörige kostenfrei und kann unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit in Anspruch genommen werden.

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