Faktor X-Neubauten in Inden sind ein einzigartiges Modellprojekt

Von: jago
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Mit der Urkundenübergabe wurde das „Faktor X-Baugebiet Inden-Seeviertel“ Teil der Klima-Expo-NRW. Anwesend waren neben dem Geschäftsführer der Klima-Expo-NRW, Wolfgang Jung (2.v.r.), Stadtplanerin Regina Dechering, Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland GmbH, Klaus Dosch, Projektleiter bei der Aachener Stiftung Kathy Beys und Alois Herbst, Bereichsleiter Immobilien bei der RWE Power AG (von links). Foto: jago

Inden-Altdorf. Das neue „Faktor X-Baugebiet“ Inden-Seeviertel hat sich für die Klima-Expo-NRW qualifiziert, eine Initiative der Landesregierung. Das ganzheitliche Konzept mit Beispielcharakter gilt somit als Vorreiter für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen.

Mit der Überreichung der Urkunde durch den Geschäftsführer der Klima-Expo-NRW, Wolfgang Jung, wurde nun das gemeinschaftliche ambitionierte Ziel der Gemeinde Inden, der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH, der RWE Power AG und der Aachener Stiftung Kathy Beys gewürdigt, mindestens eine Halbierung des Ressourcenverbrauchs im Neubaugebiet Seeviertel zu erreichen, offiziell als beispielgebendes Engagement im Klimaschutz.

Als 114. von bis 2022 geplanten 1000 Schritten der Landesinitiative verknüpft das Projekt Seeviertel Inden Klimaschutz, Ressourcenschonung, lokale Wertschöpfung und zukunftsorientiertes Bauen. Der Fortschrittsmotor Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen wird in dieser Kombination besonders gut veranschaulicht.

„Durch die Nutzung recycelter Baumaterialien aus dem Rückbauö von Dörfern im Tagebaugebiet leistet das Projekt außerdem einen positiven Beitrag zum Strukturwandel in der Region“, begründete Jung die Aufnahme des Projekts in die Leistungsschau des Landes NRW. Mit dem Faktor X-Baugebiet Seeviertel wollen die Projektpartner zeigen, wie ein Wohnquartier ressourcenschonend errichtet und bewohnt werden kann.

„Faktor X“ bedeutet dabei, dass beim Bauen und Wohnen insgesamt X mal so sparsam mit den Produktionsfaktoren umgegangen wird wie bei herkömmlichen Gebäuden. Neben Umwelt und Klima sollen auch Hausbesitzer durch verringerten Energieverbrauch und reduzierte Folgekosten profitieren.

Stephan Baldin, Vorstand der Stiftung Kathy Beys, erklärt: „Innovativ ist der Blick auf den ganzen Lebenszyklus: Vom ersten Spatenstich für die Straßen über die Wärmeversorgung zu den Häusern haben wir mit unseren Projektpartnern ein Konzept gefunden, das weit über das Indeland hinausstrahlt.“

Mit einem vorgegebenen Lebenszyklus von 50 Jahren sollen die Gebäude in der Neubausiedlung mindestens 50 Prozent Treibhausgasemissionen, nicht erneuerbare Primärenergie und Rohstoffe einsparen. „Die Siedlung ist die erste ihrer Art in Deutschland, in der eine ganzheitliche Optimierung von Energieeinsatz und Rohstoffverbrauch über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude durchgeführt wird“, betont Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH.

Im Anschluss an die Urkundenüberreichung wurde in einem Workshop im Restaurant Indemann das Thema „Ressourceneffizienz beim Bauen und Wohnen“ vertieft.

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