Fairplay: Verkehrswacht Jülich zeichnet Autofahrer aus

Von: ptj
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Die acht Geehrten mit den Vors
Die acht Geehrten mit den Vorsitzenden der Verkehrswacht Jülich, (v.l.) Hartmut Dreßen und Vize Jakob Loevenich, sowie Geschäftsführer Erich Freiburg (3.v.r.). Foto: Jagodzinska

Koslar. Als „verkehrssicher mit dem Kraftfahrzeug im Straßenverkehr bewährt” haben sich acht Führerscheinbesitzer, die dafür unlängst von der Verkehrswacht Jülich im Schulungsraum auf dem Verkehrsübungsplatz in Koslar ausgezeichnet wurden.

Aus den Händen des Vorsitzenden Hartmut Dreßen erhielten die Geehrten aus Jülich, Linnich, Bedburg und Eschweiler Urkunde und „Hinterglasplakette” von der Deutschen Verkehrswacht, dazu Anstecknadeln beziehungsweise Broschen für die Damen.

„Hinter der Ehrung verbirgt sich die Idee, dass Sie weiterhin umsichtig und sehr rücksichtsvoll fahren”, betonte Dreßen. Diesen Wunsch verknüpfte er mit ein harten Zahlen: Allein in Deutschland gab es 2011 wieder fast 4000 Verkehrstote. „Alle zwei Stunden stirbt ein Mensch im Straßenverkehr, alle 20 Minuten ereignet sich ein Kinderunfall.”

Die Arbeit der Verkehrswacht ist nach Bekunden Dreßens „nicht direkt messbar”. Messbar sind hingegen die 10.000 Übungsfahrten auf dem 1989 erbauten Verkehrsübungsplatz - ohne die vielen ganztägigen Fahrsicherheitstrainings, die der Vorsitzende erneut bewarb. „Die Ehrung sagt nichts aus über die Fahrleistung”, also wie oft das Fahrzeug wirklich bewegt wird. Sie bedeutet ebenfalls nicht, dass der Ausgezeichnete niemals Punkte in Flensburg gehabt hat. Etwaige gerichtliche Bestrafungen oder Verhängungen von Bußen oder Fahrverboten müssen allerdings zum Zeitpunkt der Antragstellung getilgt sein.

Geschäftsführer Erich Freiburg erwähnte zudem die „Überliegefrist”, eine Art Bewährungsjahr nach der zweijährigen Tilgung von Punkten in Flensburg. Da die Verkehrswacht im September auszeichnet, sollte der Antrag bis Juli gestellt sein.

Die Ehrung durch die Deutsche Verkehrswacht beginnt bei zehn Jahren mit der Bronzenen Nadel und endet bei 50 Jahren mit dem goldenen Lorbeerblatt. Wer sich also 60 Jahre und länger als verkehrssicher bewährt hat, wie etwa Friedhelm Schmidt unter den Geehrten, für ihn gibt es in der Auszeichnung keine Steigerungsmöglichkeit mehr. Dreßen mutmaßt, dass die Verkehrswacht damit eine Art Wettbewerb verhindern will.

Für 50 Jahre wurden mit dem goldenen Lorbeerblatt ausgezeichnet: Winfried Cremerius, Hans Werner Josef Meurer, Kurt Richert (alle Jülich), Gerhard Schlösser (Linnich), Friedhelm Schmidt (Bedburg) und Wolfgang Eckhardt (Eschweiler, in Abwesenheit). Für 40 Jahre wurde Annegret Schneider (Linnich) ausgezeichnet. 30 Jahre verkehrssicher fährt Maria-Theresia Schlösser (Linnich).
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