„Fair Play des Monats“ geht nach Rurdorf

Von: dol
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Manfred Schultze, Sven Kirfel (v.l.) und Hans-Christian Olpen (3.v.r.) gratulierten Yannic Schönen (2.v.r.) und dankten auch Schiedsrichter Robin Stoof (3.v.l.). Über die Ehrung freute sich auch Helmut Odinius, Großvater von Yannic Schönen (r.). Foto: Dolfus

Rurdorf. Worte voll des Lobes fand Hans-Christian Olpen, Vizepräsident des Fußballverbandes Mittelrhein (FVM), bei der Verleihung des Preises „Fair Play des Monats“ im Rurdorfer Rurtalstadion an Yannic Schönen.

Diese Ehrung spricht der FVM seit einigen Jahren für jene im Fußball Aktiven aus, die durch eine Handlung von besonderer Fairness positiv aufgefallen sind. „Ich finde das hochanständig, das findet man nicht alle Tage“, äußerte sich Olpen angetan von Rurdorfs jungem Mittelfeldakteur. Yannic Schönen hatte in der Bezirksligapartie gegen Sparta Gerderath beim Stande von 1:4 aus Sicht seines Vereins ein „Elfmetergeschenk“ von Schiedsrichter Robin Stoof zurückgewiesen. Der hatte auf Strafstoß erkannt, nachdem der 20-jährige Schönen vermeintlich durch ein Foul seines Gegenspielers im 16-Meter-Raum zu Fall gebracht worden war. Doch Yannic Schönen gab dem Referee zu verstehen, dass der Spartaner ihn zwar berührt, aber im Wesentlichen den Ball gespielt habe. Daraufhin revidierte der 19-jährige Stoof – für den es übrigens das erste Bezirksligaspiel war – seine Entscheidung und meldete die Aktion des Rurdorfer Spielers an den FVM, der dafür die besagte Ehrung aussprach. Olpen befand, dass sich Schönen in dieser Situation „vorbildlich“ verhalten habe und dass dies für einen starken Charakter spreche. „Gerade, wenn es an einem Sonntag mal nicht so läuft sind viele Spieler frustriert und mancher hätte da vielleicht ganz anders reagiert“, so der FVM-Vizepräsident angesichts des Spielstandes von 1:4.

Doch Yannic Schönen, übrigens Sohn von Germania Lich-Stein-straß‘ Trainer Werner Schönen, war es ein Anliegen, keinen unberechtigten Vorteil anzunehmen. Insbesondere deshalb, weil der Spieler auch einige Zeit als Jungschiedsrichter tätig war, und daher auch die Sichtweise des Unparteiischen kennt. Besonders freute sich auch Helmut Odinius, langjähriger Vorsitzender des FC 06, der als Stellvertreter für den verhinderten Vorsitzenden Franz-Peter Breuer bei der Ehrung eingesprungen war, über die Auszeichnung. Odinius ist übrigens Yannic Schönens Großvater.

Gratulationen überbrachte auch der Fußballkreis Düren in Person seines Vorsitzendem Manfred Schultze und Stellvertreter Sven Kirfel. Nach Ablauf des Jahres kommt der Arbeitskreis „Fair Play“ zusammen und entscheidet darüber, ob Yannic Schönen in die Endausscheidung um das „Fair Play des Jahres“ kommt.

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