„FahrRad...aber sicher“: Aufklärungsaktion am Indemann

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
14817746.jpg
FahrRad…aber sicher“: „Radi-Sport“ aus Merken ergänzt mit Probefahrten und „kleiner Fahrradwerkstatt“ die Angebote der Verkehrswacht Jülich. Foto: Jagodzinska
14817753.jpg
Wird gerne ausprobiert: Der Rauschbrillenparcours der Verkehrswacht Jülich – hier erstmalig vor dem Indemann. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. Eine schöne Aufklärungsaktion führte die Verkehrswacht Jülich erstmalig am Indemann durch. „FahrRad... aber sicher“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Ordnungsamt der Gemeinde Inden, wie Vorsitzender Hartmut Dreßen betonte.

Krankheitsbedingt absagen mussten die Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizei Düren. Rund 150 Gäste besuchten die Stände der Verkehrswacht und des Fahrradhändlers „Radi-Sport“ aus Merken. Letzterer hatte eine kleine Fahrradwerkstatt mit eventuellen kleinen Reparaturen und Pedelec-Probefahren im Angebot.

Ideenreiche Demonstrationen ergänzten die umfangreichen Informationen der Verkehrswacht über das verkehrssichere Fahrrad und den schützenden und sogar lebensrettenden Fahrradhelm. So präsentierte Vorsitzender Dreßen ein rohes Hühnerei, sicher verpackt in einem passend geformten „Fahrradhelm“ aus Styropor und ließ es auf den Boden fallen. Das Ei blieb intakt.

Als Gegenbeispiel zeigte er ein Plakat einer schönen jungen Frau. Allerdings war ein breiter Streifen Kopfhaut in Scheitelnähe abrasiert und zeigte eine hässliche dicke Naht. „Keinen Velohelm zu tragen kann ihre Frisur ruinieren“, war das Plakat überschrieben. Zudem hatte Dreßen einen dicken Stapel Polizei-Kurzberichte aus unserer Zeitung gesammelt, allesamt Beispiele für den Fahrradhelm als Lebensretter. Ein auf diverse Verkehrssituationen zugeschnittener Reaktionstest, ein Sehtest und ein aufschlussreicher Rauschbrillen-Parcours ergänzten die kostenlose Angebotspalette.

Immer wieder verblüffend ist die Auswirkung der roten Rauschbrille, die einen Promille-Wert von 0,8 simuliert. Sie soll das Bewusstsein schärfen für die eingeschränkten visuellen Fähigkeiten und massiven Gleichgewichtsprobleme, Fehleinschätzungen für Distanzen, gestörte Feinmotorik und damit das Gefühl für Verunsicherung beim Fahren mit Promille.

Die Probanden neigten dazu, leicht schwankend und mit gesengtem Kopf der vorgezeichneten Linie zu folgen. Verstärkt beim Rückwärtsgehen über sich schlängelnde Linien war die Hilfe der anwesenden Mitstreiter der Verkehrswacht vonnöten. Natürlich plädiert Dreßen für die 0-Promille-Variante beim Auto- und Fahrradfahren.

Für das verkehrssichere Fahrrad vorgeschrieben sind im Übrigen zwei voneinander unabhängige Bremsen, Klingel, vorne eine Lampe und ein weißer Reflektor, hinten ein roter Reflektor, vier gelbe Speichenreflektoren (Katzenaugen) oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen, zudem rutschfeste und festverschraubte Pedalen, die mit je zwei Reflektoren ausgestattet sind. Seit August 2013 nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist ein Dynamo. Stattdessen sind auch Lampen mit Akku- oder Batteriebetrieb zugelassen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert