Facebook-Projekt: Eisbahn auf dem Jülicher Weihnachtsmarkt

Von: Alexander Barth
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Daumen hoch a la Facebook: Mitglieder der Gruppe „Wir sind Jülich“ wünschen sich eine Eisbahn. Foto: Barth

Jülich. Noch ist es eine fixe Idee, gesponnen und verbreitet im sozialen Netzwerk. Wenn es nach Norbert Tirtey, Virginia Lisken und anderen Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Wir sind Jülich“ geht, wird daraus bald eiskalte Realität: Sie wünschen sich eine Schlittschuhbahn auf dem nächsten Weihnachtsmarkt.

Am Donnerstag wanderte der Plan von der virtuellen in die reale Welt: Ein gutes Dutzend Neugierige und Unterstützer traf sich in der Jülicher Kneipe „Liebevoll“, um sich der Idee ganz analog zu widmen. „Jülich on ice“ – wie kann das funktionieren, lautete dabei die elementare Frage. Norbert Tirtey erläuterte seine bereits via Facebook verbreitete Idee und rief zur Ideenfindung auf. Der Weg zum glatten Vergnügen liegt nämlich noch völlig im Dunkeln.

Die ersten Aktivitäten der noch jungen Initiative stehen indes fest: Aufgabe in den kommenden Wochen sei es, die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen auszuloten und Gespräche mit Verantwortlichen zu suchen. Wenn es nach Initiator Tirtey geht, stehen die entscheidenden Protagonisten schon fest: „Stadtmarketing, Werbegemeinschaft und die Jülicher müssten es doch zusammen schaffen, so ein Projekt auf die Beine zu stellen.“

Die Werbegemeinschaft habe etwa einen kürzeren Draht zu Sponsoren, so die Überzeugung in der Runde, „das sollte man nutzen“. Deren Vorsitzender Wolfgang Hommel hatte sich ebenfalls via Facebook zu Wort gemeldet und Interesse bekundet, dann aber vorläufig einen Rückzieher gemacht. „Es ist an uns, ihn mit einem guten Vorschlag zurückzuholen“, erklärte Virginia Lisken, die das Treffen mit Norbert Tirtey gemeinsam organisiert hatte.

Die Finanzierung sei dabei das Hauptproblem. Erste Anfragen bei Betreibern von Eisbahnen habe man bereits eingeholt, erklärte Tirtey. Er nannte einen Betrag von 23.000 Euro als „erste Hausnummer“. Eine weitere Idee der Facebook-Freunde: Für die Finanzierung könnten die Stadtwerke Jülich in Frage kommen, die bereits im vergangenen Jahr Bereitschaft zum Sponsoring signalisiert hatten und dies am Freitag wiederholten. Dort hatte man allerdings Kosten im sechsstelligen Bereich kalkuliert – für ein Gesamtpaket mit Veranstaltungen. Es herrscht also noch Klärungs- und Informationsbedarf.

Zuschüsse erwirtschaften

Die Teilnehmer des Treffens im „Liebevoll“ bekräftigten außerdem die bereits via Facebook geäußerte Bereitschaft zu ganz praktischer Unterstützung. So könne man mit Benefizaktionen, Konzerten oder anderen Veranstaltungen Erlöse erwirtschaften, als Zuschuss zur Realisierung der Eisbahn. Konkrete Pläne gebe es noch nicht, „aber die kommen“, versicherte Virginia Lisken.

Bei ihrem Vorhaben hoffen die frisch gebackenen Aktivisten auch auf den Rückhalt der Politik. „Wir haben Zusagen von CDU, SPD, Grünen und UWG, unsere Idee zu unterstützen“, erklärte Norbert Tirtey. Die Politik solle die Rahmenbedingungen klären, was Auflagen und Standorte angehe, wünschte sich der Initiator. Der Schlossplatz sei eine Möglichkeit, „aber man sollte auch über Alternativen nachdenken.“

Ohne konkretes Ergebnis, aber mit festen Vorhaben gingen die Eisbahn-Enthusiasten am Donnerstag auseinander. „Wir werden uns bald wieder treffen. Die Idee ist angelaufen. Es haben sich Leute gefunden, die sie mittragen. Damit bin ich sehr zufrieden“, freute sich Norbert Tirtey.

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