Jülich - Fabelhafter Abend mit Claudia Stump im KuBa

Fabelhafter Abend mit Claudia Stump im KuBa

Von: ptj
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Claudia Stump fasziniert in einem Kabarettabend zum Thema Liebe. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Kann man die Liebe überhaupt begreifen, ohne selbst Liebender zu sein?“ Diese rhetorische Frage war Fazit des inspirierenden und amüsanten Kabarett-Abends mit der in Jülich aufgewachsenen Solo-Entertainerin Claudia Stump aus Wiesbaden. In ihrer neuen „Last Love Radio Show“ gab sie als fiktive Radio-Moderatorin Cloudy Summer im KuBa ihre „Abschiedsshow“.

Die vielseitige Schauspielerin, Autorin und Improvisatorin ist bekannt und beliebt als Claudia Stump, ihr Nachname lautet aber Sommer-Stump, so bietet der Name ihrer fiktiven Protagonistin Möglichkeiten zur Interpretation. Reiz ihrer Show war der Mix aus Romantik und Komik beim Thema Liebe in allen Facetten und in einem Mix aus Inszenierung und Improvisation. Im „interaktiven“ Kabarettabend bot sich dem amüsierten Publikum viel Gelegenheit zur Mitgestaltung.

Besonders mutig zeigte sich Zuhörerin „Claudia“, die nicht nur Einblicke in die achtjährige Beziehung zu ihrem Partner gab, sondern auf Einladung der Kabarettistin in der zweiten Halbzeit auf der Bühne Platz nahm und offen eingestand, Selbstgespräche zu führen, und zwar „zur Vorbereitung eines Konfliktgesprächs“. Für Publikumsbeiträge gab es eine Belohnung in Gestalt eines „Songs“.

Im Chanson veranschaulichte Stump mit samtener Mezzosopranstimme das soeben Gehörte, etwa: „Du siehst einfach gut aus, du ziehst mir die Schuhe aus. Vielleicht fällt mir noch mal dein Name ein, aber ich will noch mal acht Jahre mit dir zusammen sein.“ Als interessant erwiesen sich abgefragte Handzeichen der Zuhörer in Bezug auf Daten aus dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.

Demnach liegen Jülicher „weit über“ dem bundesweiten Durchschnitt der Verliebten (20 Prozent), entsprechen aber in etwa der Prozentzahl von 50,8 Prozent der Verheirateten und Verpartnerten. Deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (12,8) liegen die Singles mit nur 6 Prozent. Aus den „wissenswerten Fakten“ im Flirteinmaleins ergab sich folgende Erkenntnis: „Unsere Reise starten wir beim Flirtweltmeister Berlin. Unseren Traumpartner finden wir in Bayern, mit dem reisen wir dann nach Hessen, wo die Treue das Wichtigste ist“.

„Liebe ist eine hormonelle Kettenreaktion“, bekundete Stump in ihrer Gastrolle als „Helen Utterford“. In Interaktion zwischen den vier möglichen Typen, die maßgeblich von Testosteron, Dopamin, Serotonin oder Östrogenen gesteuert sind, testete sie deren Harmonie „im Labor“ in einer Stresssituation für Paare, nämlich beim Morgenritual im Bad.

Eine zweite „Gastrolle“ besetzte Sandra Fallinger, die in einer Hotelbar der 80er „mit ihren Organen sprach“. Bauch gegen Hirn fand sie den Mann ihres Lebens“. In einem Quiz klärte das Publikum globale Zusammenhänge: „Die Klimaerwärmung ist auch nicht gut für die Liebe“. Fazit: „Kämpft für einen kalten Planeten“.

Begeisterter Applaus und eine Feedbackrunde an der Bar belohnten Claudia Stump für einen fabelhaften Kabarettabend.

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