Expertern geben ihre Lieblingsbücher preis

Von: ptj
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Sechs Buchhändler, einer davon über Videoaufzeichnung, präsentieren 20 Bücher: (V.l.) Jürgen Schmitte, Wolfgang Hommel, Eva Behrens-Hommel, Katja Dahmen und Ellen Peters. Foto: Jagodzinska

Jülich. Rund 100 interessierte Leser erlebten in der fünften „Nacht der Bücher“ in der Buchhandlung Fischer, wie kreativ und kurzweilig sechs Buchhändler des Hauses Fischer Leselust wecken können.

Erstmalig wurde dem Publikum ein zuvor aufgezeichneter Beitrag auf Leinwand präsentiert, nämlich der der hochschwangeren Nadine Frings, die am Leseabend „den Kreißsaal besichtigte“, wie Eva Behrens-Hommel es in ihrer Begrüßung ausdrückte.

Bei den 20 vorgestellten Büchern handelte es sich um Neuerscheinungen aus den Bereichen Romane, Sach- und Jugendbücher. Pro Buch wurde eine ausgewählte Passage vorgelesen, um dem Zuhörer einen Eindruck vom Schreibstil des jeweiligen Autoren zu vermitteln. Da es sich bei den Werken um Lieblingsbücher handelte, war die Begeisterung der Vortragenden spürbar. Gleich der erste Beitrag von Eva Behrens-Hommel fand seinen Höhepunkt in einer gerappten Lesepassage mit gesungenem Höhepunkt. Es ging um den „Arztroman“ von Kristof Magnusson, der nicht nur so heißt, sondern auch ein Arztroman ist.

Im Handlungsmittelpunkt steht der Alltag von Rettungsärzten, „farbig, aber auch mit viel Ironie, penibel recherchiert. Liebhaber von Dr. House kommen auf ihre Kosten“, versprach Behrens-Hommel. Über die Leinwand präsentierte Nadine Frings den mystisch-düsteren und hochspannenden Roman „Diviners – Aller Anfang ist böse“ von Libba Bray.

Der Auftakt einer Trilogie, aber eigenständig lesbar“, nach Bekunden der werdenden Mutter. „Man wird reingezogen in die Geschichte, die im New York der 20er Jahre spielt“, setzte sie nach. Der auffallendste Beitrag von Ellen Peters war „Der letzte Whisky“ von Carsten Sebastian Henn. Nicht zuletzt deshalb, weil Katja Dahmen der Buchhändlerin einen Whisky auf ihr Lesepult stellte. Peters bezeichnete den kulinarischen Krimi als „humorvoll und geistreich mit einer Stunde über den Whisky“.

Große Begeisterung

Als „Literatur und Zeitroman“ bezeichnete Jürgen Schmitte den Debütroman „Jäger“ von James Salter, der 1957 herauskam, aber erst jetzt „endlich mal auf Deutsch erschienen ist“. Salter war Kampfpilot bei der Airforce. Das Buch, das nur zwei Handlungsorte beschreibt, ist „sachlich geschrieben. Nur, wenn er übers Fliegen schreibt, wird es poetisch schön“, so Schmitte. Mit größter Begeisterung stellte Jugendbuchhändlerin Katja Dahmen „Mikis, der Eselsjunge“ von Bibi Dumon Tak vor.

Die Geschichte um Mikis, der sich mit einem Esel einen Namen für denselben überlegt, ist ein „echtes Kinderabenteuer (ab fünf Jahren) mit griechischem Flair“, wie Dahmen schwärmte. Das ausgefallenste Buch von Wolfang Hommel ist „Silicon Valley“ von Christoph Keese. Der Autor berichtet aus erster Hand von den digitalen Innovationen im Silicon-Valley und fügt viele Facetten zum großen Bild zusammen.

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