Expertenrat zum Thema Vorsorgevollmacht

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
11201994.jpg
Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke, Richterin Antje Mundorf, Rechtspflegerin Monika Kohnen und Richterin Anna Grahn (v.r.n.l.) planen die Infoveranstaltung zum Thema „Betreuungsrecht“. Foto: Jagodzinska

Jülich. Der normale Alltag kann sich von einem Augenblick zum anderen grundlegend ändern. Eine plötzlich auftretende Krankheit oder ein Unfall verlangen Entscheidungen, deren Folgen man als Laie in ihrer ganzen Komplexität in viele Fällen kaum zu überschauen vermag. Unabhängig vom Alter kann eine Situation entstehen, in der man eine rechtliche Betreuung benötigt.

Ohne Vollmacht können beispielsweise Eheleute und/oder ihre volljährigen Kinder sich nicht rechtswirksam vertreten. So kann die Situation entstehen, dass persönliche rechtliche Angelegenheiten geregelt werden müssen, man selber aber dazu nicht mehr in der Lage ist und auch keine Vollmacht mehr erteilen kann.

Wesentlich einfacher lassen sich die Dinge regeln, wenn rechtzeitig eine Vertrauensperson in einer Vorsorgevollmacht als Bevollmächtigter benannt worden ist. Jeder Mensch hat das Recht, über ärztliche Maßnahmen als Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit selbst zu bestimmen, unabhängig davon, ob die Maßnahme das Leben retten, Schmerzen lindern oder eine Krankheit heilen soll.

Bei fehlendem Bewusstsein muss auf den mutmaßlichen Willen abgestellt werden. Dies kann man vermeiden, wenn durch eine Patientenverfügung im Vorfeld geregelt wurde, welche Eingriffe und Behandlungen bis zu welchem Grad gewünscht werden. Um grundlegende Fragen zu klären und einen Einblick in die vorhandenen Möglichkeiten und Angebote zu geben, lädt das Amtsgericht Jülich zu einer Informationsveranstaltung am 12. November um 18 Uhr ein.

Drei Kurzreferate stehen auf der Tagesordnung: Richterin Antje Mundorf spricht zum Thema „Die gesetzliche Betreuung“, Rechtspflegerin Monika Kohnen zu “Der Betreuer im Verfahren“ und Richterin Anna Grahn informiert über „Die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung“. Im Anschluss an die Referate wird das Podium unter der Moderation von Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke durch Notar Dr. Heiner Römer und Rechtsanwalt Wolfgang Dehlen ergänzt und steht für Fragen zur Verfügung.

Aufgrund des zu erwartenden großen Interesses und der begrenzten Platzzahl im Veranstaltungssaal ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter Betreuungsrecht@ag-juelich.nrw.de oder telefonisch unter Telefon 02461/681-137 oder -174.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert