Exkursion zu den Feuerbergen

Von: rb
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Barmen. Vulkane einmal aus der Nähe erleben, mit Atemmasken das Innere eines Kraters betrachten und Vulkanforschern bei ihrer Arbeit über die Schultern gucken - die Exkursionsgruppe des Gymnasiums Haus Overbach hatte einen vollen und außergewöhnlichen Terminplan.

Gemeinsam mit Geographielehrer Jörg Reifferscheidt und Biologielehrerin Gertrud Koof unternahmen die drei Oberstufenschüler Alicia Malejka, Julian Engländer und David Wierichs eine Reise zu den „Feuerbergen Süditaliens”.

Theoretische Vorbereitung

Ein solcher Ausflug bedarf der theoretischen Vorbereitung. So ging der Exkursion ein einleitendes und theoretisches Seminar voraus. Jörg Reifferscheidt erarbeitete mit den Schülern die Erscheinungsformen des aktiven Vulkanismus, die Zusammenhänge zwischen Vulkanismus und Wirtschaft, die geographisch-geologischen Arbeitsweisen im Gelände von aktiven Vulkanen und den Umgang mit Naturgefahren in der Antike und der Gegenwart.

Ihr Wissen konnten die Schüler bei der Exkursion anwenden. Die Tour begann am Vesuv in der Nähe von Neapel. Der „schlafende Riese” wird derzeit rund um die Uhr überwacht. Dr. Marcello Martini, leitender Direktor des Osservatorio Vesuviano, führte die Gruppe in den Kontrollraum des Instituts und berichtete über die Methoden des Monitoring der Vulkane, über Zivil- und Katastrophenschutz.

Auch ein Besuch in Pompeji, der untergegangenen Stadt, stand auf dem Programm. Hier konnten sich die Schüler ein Bild von den Gefahren des Vesuvs machen.

Mit der Fähre ging es auf die feurige Insel Stromboli. Die Gruppe ließ sich von der grauen Schicht, die hier auf Tischen, Stühlen, Häusern, Straßen und der Haut liegt, nicht abschrecken und bestieg den Vulkan. Das ging nur mit Atemmasken, denn die austretenden Gase erschwerten das Atmen. Per Schiff besuchten die Schüler auch die Inseln Vulcano und Lipari, die wie Stromboli zur Gruppe der Äolischen Inseln in der Region Sizilien gehören.

Höhepunkt der Reise war allerdings die Besteigung des Ätna. Lange war nicht klar, ob die Overbacher den Vulkan überhaupt besichtigen können, denn Anfang September hatte eine heftige Explosion dafür gesorgt, dass der Hauptkrater einstürzte. Die Trümmer verstopften den Schlot, und es stauten sich vulkanische Gase, sodass Vulkanologen einen heftigen Ausbruch befürchteten. Doch es öffnete sich eine Spalte, aus der seit Anfang Oktober Gase, Dampf und Asche austraten. Diese derzeit aktivste Zone des Vulkans war das Ziel der Overbacher Gruppe für Beobachtungen und Messungen.

Das Projekt der Overbacher war mit der Exkursion beendet. Im Unterricht findet es dennoch Anbindung an den Ausbruch des Merapi auf Indonesien vor einigen Wochen.
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