Evakuierung in Jülich: 6500 Bürger müssen weichen

Von: -vpu-/dpa
Letzte Aktualisierung:
jülich rathaus bombe
Besprechung im Rathaus: Dieter Daenecke vom Kampfmittelräumdienst, Ordnungsamtsleiter Hans Pinell, Dezernentin Kerstin Haffner und Bürgermeister Heinrich Stommel (von links) planen mit Hilfe einer Karte des Stadtgebietes die Evakuierungszone. Foto: Volker Uerlings

Jülich. Bei der Routineuntersuchung einer Baufläche im Jülicher Nordviertel ist der Kampfmittelräumdienst auf eine 20 Zentner schwere sogenannte Luftmine gestoßen. Nun müssen rund 6500 Menschen evakuiert werden, inklusive eines Krankenhauses und eines Altenheimes.

Die Entschärfung des gefährlichen Reliktes aus dem Zweiten Weltkrieg mit drei Zündern und zwölf Zentnern Sprengstoff muss generalstabsmäßig geplant werden.

Zunächst geht von dem Groß-Sprengkörper britischer Herkunft nach Angaben von Dieter Daenecke keine Gefahr aus. Der Einsatzleiter Kampfmittelräumung bei der Bezirksregierung Düsseldorf: „Die Luftmine ist abgesichert und abgedeckt, da kann nichts passieren.”

Bei einer Explosion erzeugt eine Luftmine eine höhere Druckwelle als eine normale Bombe. Weil wichtige Infrastruktureinrichtungen wie das CTW-Krankenhaus und das Altenheim An der Zitadelle betroffen seien, kommt es zu einer terminlich abgestimmten Entschärfung in der zweiten Woche der Osterferien, voraussichtlich am 11. April.

Bei der Stadt Jülich wurde ein Krisenstab unter Leitung von Ordnungsamtsleiter Hans Pinell und Dezernentin Kerstin Haffner eingerichtet, die in enger Abstimmung mit den Rettungsdiensten, der Bezirksregierung und der Leitstelle des Kreises Düren diese logistische Herausforderung angehen. Ein Unterfangen in ähnlicher Größenordnung hat es im Nordkreis Düren zuletzt vor fast 30 Jahren gegeben.

Da Jülich im November 1944 von den Alliierten komplett zerbombt worden war, wird dort bei einem Bauantrag grundästzlich der Kampfmittelräumdienst eingeschaltet. Der fand die Bombe auf dem Grundstück eines Privatmannes, der dort bauen wollte, aufgrund von Luftbildern. Der genaue Fundort wurde nicht mitgeteilt.

Ausführliche Informationen - auch über die vorläufige Evakuierungszone - lesen Sie in der Wochenendausgabe unserer Tageszeitungen und im ePaper.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert