Etliche Bäume weichen der Kultur- und Begegnungsstätte

Von: ojo
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In diesem Bereich geht in der kommenden Woche die Axt um. Die ersten Bäume werden gefällt, um der Kultur- und Begegnungsstätte Platz zu machen. Foto: Jonel

Linnich. Noch steht der Mai als Startmonat zur großen Umgestaltungsmaßnahme der Linnicher Innenstadt, die als Gesamtpaket unter den drei Buchstaben IHK zusammengefasst wird. Dieses integrierte Handlungskonzept ist noch in der Papierphase.

Fristgerecht zum 31. Dezember 2016 hat die Stadtverwaltung den Antrag auf Fördermittel eingereicht. Derzeit wird dieser „Antrag auf Gewährung einer Zuwendung im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms“, wie er offiziell heißt, auf Richtigkeit geprüft, wie Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilte.

Die ersten Reaktionen der Bezirksregierung seien positiv, vermeldete die Verwaltungschefin. Der Bedarf der Stadt an Überraschungen, die das IHK durch­einanderwirbeln, wie Ende vergangenen Jahres geschehen, dürfte fürs Erste und auf längere Sicht hinreichend gedeckt sein.

Allerdings wird sich auf der Rurstraße und dem Place de Lesquin schon etwas rühren, lange bevor die Bagger anrücken. „Wir müssen vor dem 28. Februar Bäume auf dem Place de Lesquin und auf der Rurstraße entfernen“, eröffnete die Bürgermeisterin dem Ausschuss. Es war zwar ein erklärtes Ziel der Planungen, auf dem Kirmesplatz den Baumbestand nach Möglichkeit zu erhalten.

Gänzlich lässt sich dieser Wunsch nicht erfüllen. Gerade im Bereich der künftigen Kultur- und Begegnungsstätte stehen etliche Bäume dem Bauvorhaben im Weg und müssen gefällt werden. In erster Linie betrifft das den Bereich im Vorfeld des Schützenhauses.

Kahlschlag wird nicht betrieben. Gefällt wird nur, was unbedingt gefällt werden muss, lautet die Maxime. „Es sind nur die Bäume betroffen, die an einem Baufenster liegen“, sagt die städtische IHK-Fachfrau Kerstin Schmalen. Etwas anders sieht die Situation auf der Rurstraße aus. Da Fahrbahn und Fußwege komplett erneuert werden, sind dort alle Straßenbäume im wahrsten Sinne des Wortes „fällig“.

Eine Fremdfirma wird die Stadt nicht benötigen, um die Fällmaßnahme umzusetzen. Der städtische Bauhof wird in der kommenden Woche beginnen, die Axt an die ausgemusterten Bäume zu legen.

Dass die Aktion gerade jetzt erfolgt, hat einen triftigen Grund: Bis Ende Februar haben Axt und Säge Saison. Entsprechend der Vorgabe des Bundesnaturschutzgesetzes ist das Fällen von Bäumen zwischen dem 1. März und 30. September nicht erlaubt. Nach dem 30. September ist für die Stadt keine Option: „Das wäre für unsere Planung zu spät“, verwies die Bürgermeisterin auf den engen Zeitplan. Gerade die Kultur- und Begegnungsstätte duldet keinen Aufschub. Sie muss bis zum 31. Dezember 2018 fertiggestellt sein.

„Das wird sicherlich von der Bevölkerung sehr aufmerksam verfolgt werden“, bereitete die Bürgermeisterin die Ausschussmitglieder schon einmal auf entsprechende Nachfragen vor.

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