„Es tut sich etwas” in Siersdorf

Von: gep
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Siersdorfer Kommende: Die Grun
Siersdorfer Kommende: Die Grundsicherung kommt in Gang. Foto: Zantis

Aldenhoven. „Es tut sich etwas.” Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende des Aldenhovener Bauverwaltungsausschusses, Reinhard Paffen, den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kommende in Siersdorf.

Wie berichtet, sollen für die bauliche Grundsicherung der Renaisance-Ruine 108 000 Euro Fördermittel der Landesbaudenkmalpflege NRW in den Jahren 2012 und 2013 bereitgestellt werden. Dies hatte die Verwaltung, so räumte Baudezernentin Anita Klotz ein, „aus der Zeitung” erfahren. Wie aus dem Sachstandsbericht hervorging, hatte sich in den zehn Jahren zuvor so gut wie nichts getan.

Klotz geht davon aus, dass der Betrag von 108 000 Euro eine erste „Anschubfinanzierung” darstelle und es dann ablaufe wie bei der Restaurierung von Burg Engelsdorf. Für die zwei Bauabschnitte der Grundsicherung der Ruine werden insgesamt mehr als 360 000 Euro veranschlagt, davon soll der Förderverein Kommende Siersdorf zehn Prozent übernehmen.

Die Förderzusage hatte NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) dem Bundestagsabgeordneten, Thomas Rachel (CDU) mitgeteilt. Der Dürener hatte sich in einem Unterstützerschreiben dafür eingesetzt. In der Sache hatten sich aber auch die anderen Bundestagsabgeordneten im Kreis, Dietmar Nietan (SPD) und Oliver Krischer (Grüne), engagiert.

Diese seien aber nicht genannt worden, rügte SPD-Fraktionschef Udo Wassenhoven im Ausschuss. Er verwies darauf, dass hier „parteiübergreifend an einem Strang gezogen” worden sei. Eine ähnliche Kritik wurde am Rande der Sitzung aus den Mehrheitsfraktionen auch an Bürgermeister Lothar Tertel laut, der ebenfalls nur Rachel namentlich erwähnt hatte.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Förderverein das verfallene Herrenhaus des Deutschen Ordens, das fast so alt ist wie die Jülicher Zitadelle, von der Erbengemeinschaft Heusch übernimmt. Dazu muss aber das Wegerecht mit dem Eigentümer des benachbarten Bauernhofs, EBV/RAG/Evonik, geklärt sein, denn die Kommende selbst hat keine eigene Zuwegung.

Der ensprechende alte Vertrag ist nicht auffindbar. Mittelfristig sind in der Kommende ein Dokumentationszentrum zur Geschichte des Deutschen Ordens und ein Ankerpunkt der Römer- straße Via Belgica geplant.
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