Es kommt Bewegung in die Schullandschaft

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Linnich. Eine zwischen den Städten und Gemeinden abgestimmte Gestaltung der Schullandschaft im Nordkreis war eines der Topthemen vor allem der Freien Wählergemeinschaften im Vorfeld der Kommunalwahl. Nun folgen den Worten Taten.

Auf Einladung der PKL in Linnich trafen sich politische Vertreter der PKL, JÜL, W.I.R., FWG, FDP, GRÜNE und SPD der Stadt- und Gemeinderäte aus Aldenhoven, Jülich, Linnich und Titz sowie interessierte Bürger. Ein erstes Ergebnis ist die Gründung eines Kommunen übergreifenden Arbeitskreises, „der vor allem die Wünsche der Eltern und Kinder aufgreift, ernst nimmt und - frei von ideologischen Grabenkämpfen - in praktische Politik umsetzt”.

„Alle politischen Kräfte und die jeweiligen Verwaltungen und Organisationen sollen in diesen Prozess mit eingebunden werden. Es gelte, Schulentwicklungspläne abzugleichen und die Rahmenbedingungen zu klären. Niemand darf ausgeschlossen werden und niemand darf sich der Diskussion verweigern”, erläuterte Gastgeber Michael Hintzen (PKL Linnich) die Zielsetzung: „Die optimalen Bildungschancen unserer Kinder müssen im Mittelpunkt stehen - nicht die politischen Ideologien.”

Angesichts der aktuellen Situation - deutlicher Rückgang der Schülerzahlen, drohende Schließung von Schulen, Veränderungen in der Schulwahl und die finanziellen Belastungen der Kommunen - gelte es, nicht mehr abzuwarten, sondern zu handeln. „Heute die Konzepte für morgen zu entwickeln, ist Gebot der Stunde”, ergänzte Dieter Froning (FWG Aldenhoven).

Das Ziel „Welche Kommune wird zukünftig welche Schule haben?” sei dabei gemeinsamen zu entwickeln. Die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger gelte es in politische Entscheidungen umzusetzen. „Verwaltungen haben dann die vornehmste Pflicht, dies zu erfüllen.”

Schwerpunktthema dieses ersten Treffens war der Vortrag von Hermann-Josef Gerhards (Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie Leiter der Gesamtschule Niederzier/Merzenich) zu unterschiedlichen Bildungsgängen in NRW. Überzeugend und informativ stellte er auch die Vorteile einer Gesamtschule dar. Auf völliges Unverständnis der Versammelten stieß die neueste Vorgabe der Landesregierung, Gesamtschulen zukünftig nicht mehr als Ganztagsschulen zu genehmigen.

Zu einer Nachfolgeveranstaltung im Januar 2010 sollen alle Interessierten zu einem Ergebnis offenen Prozess und zum Mitdiskutieren eingeladen werden. Dabei dürfe nicht die Konkurrenz einzelner Schulen und Gemeinden im Mittelpunkt stehen. „Es ist eine echte Chance, uns als Region im Nordkreis Düren zu finden und zu positionieren und damit die Zukunft unserer Kinder zu gestalten”, kommentierte Heinz Frey (JÜL Jülich). „Kirchturmpolitik hilft hier nicht weiter!”
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