Jülich - Erweitertes Miteinander im Jülicher Schulzentrum beginnt

Erweitertes Miteinander im Jülicher Schulzentrum beginnt

Von: Daniela Mengel-Drifert
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Der erste Schultag nach langer Ferienzeit: Lehrer der Sekundarschule teilen die Fünftklässler vor der Eingangstüre ihren Klassen zu. Anschließend geht es ins Schulzentrum. Foto: Mengel-Driefert
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Das Leitungsteam der GHS Ruraue, Karin Stobbe und Heinz Krukenberg, im neuen Büro.

Jülich. Erster Schultag im Jülicher Schulzentrum: Nach dem Umzug der Real-, Sekundar-, und Musikschule unterrichten seit Mittwoch vier Schulformen an der Linnicher Straße. Die Hauptschule, die sich schon seit vielen Jahren an diesem Ort befindet, bekommt Gesellschaft, und das große Gebäude füllt sich mit Leben.

Am Morgen warten die neuen Fünftklässler der Sekundarschule mit ihren Eltern geduldig auf das akustische Startsignal. Schulleiterin Angelika Lafos erscheint, beantwortet Fragen der Eltern, während die Schülerinnen und Schüler klassenweise im Gebäude verschwinden. „Mein Sohn ist schon sehr aufgeregt“, sagt Markus Konkulewski, dem es vielleicht ähnlich geht. Die Sekundarschule sei modern und habe ein junges Lehrerkollegium. Das finde die Familie gut.

Das sanierte und hochmoderne Gebäude erfreut auch Angelika Lafos. „Wir sind total zufrieden und glücklich“, sagt sie angetan. Nach Jahren des Provisoriums ist der Umzug geglückt. Schüler und Lehrer bevölkern das Gebäude, die Räume sind bezugsfertig, doch viele Kiste warten noch darauf, ausgepackt zu werden. Ein Blick in das Lehrerzimmer zeigt Teamtische, die Computer stehen startbereit.

Anja Klinzing, Lehrerin an der Sekundarschule, frohlockt: „Man kommt hier rein und fühlt sich sofort wohl.“ Und ihre Kollegin Alexandra Wallraff ergänzt: „Auch die Schüler sind begeistert.“ Eine siebte Klasse erzählt von ihren ersten Eindrücken. Die Schüler heben die schönen Räume hervor, die Sporthalle, die neuen Toiletten und überhaupt sehe alles viel besser aus.

Helle Räume und Barrierefreiheit

Pflegschaftsvorsitzende Sabine Jacobs freut sich über die hellen Unterrichtsräume und die Barrierefreiheit. Überall gebe es Aufzüge. Da die Sekundarschule ihre Schülerzahl auf 440 Mädchen und Jungen gesteigert hat, belegt sie einen großen Teil des Gebäudes.

Fach-, und Werkräume, ein Mehrzweckraum, Sporthalle, Küche, Mensa, Schulbibliothek und Pädagogisches Zentrum werden gemeinsam von allen drei Schulformen genutzt. Das erfordert eine gute Kommunikation. Probleme gebe es in diesem Bereich nicht. „Die Schulleitungen kooperieren gut“, sagt Lafos, es sei ein Abstimmungsprozess, der funktioniere. Paul Krahe, Leiter der Realschule merkt an: „Was nicht optimal läuft, ist die fehlende Telefonverbindung.“ Die Schule sei zum Start nur über E-Mail oder in dringenden Fällen über eine Mobilnummer zu erreichen, die auf der Homepage der Realschule zu finden ist. Sekundar- und Hauptschule kämpfen mit dem gleichen Problem. Daran werde aber mit Hochdruck gearbeitet, sagt Karin Stobbe, Leiterin der Gemeinschaftshauptschule Ruraue.

Letzte Restarbeiten im PZ

Auch im Pädagogische Zentrum werden noch letze Restarbeiten erledigt, so wird etwa der Parkettboden von mehreren Arbeitern lackiert. Die Mensa steht den Schülern ab Montag zur Verfügung, die Musikschule nimmt ihren Betrieb am Nachmittag auf. Die Bibliothek der Hauptschule ist komplett neu möbliert und wird künftig von allen drei Schulen genutzt. Büchereikraft Carmen Ziebarth wird die Regale mit dem Bestand von rund 8000 Büchern füllen. Ihre Stelle über die Fördervereine der Schulen gemeinsam finanziert. Nach Fertigstellung der Bibliothek wird der Deutschunterricht aller drei Schulen möglichst oft in diese Räume verlagert. Damit übernehmen Real- und Sekundarschule ein alt bewährtes Konzept der Gemeinschaftshauptschule.

Das Leitungsteam der GHS Rur-aue, Karin Stobbe und Heinz Krukenberg, sind froh, dass die Zeit der Sanierungsarbeiten vorbei ist, betonen aber die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Jülich und dem Bauamt. Der Schulbetrieb lief in der gesamten Bauphase weiter, ein Minimum an Störungen musste daher hingenommen werden.

Die Gemeinschaftshauptschule wird, ebenso wie die Realschule, auslaufen und 2017 schließen. „Wir verlieren jedes Jahr einen Jahrgang“, sagt Krukenberg. Doch werde die Stadt der Schulleitung bis zum Schluss volle Unterstützung gewähren. Auch die Lehrer seien bis zum letzten Tag motiviert. „Wir haben unsere Schüler auf die Situation vorbereitet“, erklärt Stobbe. „Heute war die Aufregung natürlich sehr groß.“ Probleme untereinander werde es nicht geben, ist sich Heinz Krukenberg sicher. Nicht nur Fachräume werden gemeinsam genutzt, auch das Sekretariat der Real- und Hauptschule wird geteilt.

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