Erster Protest gegen Atommüll-Transporte aus Jülich

Von: dpa
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Sollen 2011, spätestens 2012 auf die Reise nach Ahaus geschickt werden: 152 Castor-Behälter aus dem Forschungszentrum Jülich. Foto: Volker Uerlings

Ahaus/Jülich. Atomgegner haben für diesen Samstag zu einer ersten Protestaktion gegen geplante Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus und für den Atomausstieg aufgerufen. „Wir protestieren gegen jede Atommüllverschiebung. Verschiebung ist keine Entsorgung”, sagte Felix Ruwe von der Bürgerinitiative Ahaus der dpa am Freitag.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fahren bei ihrem Autobahn-Aktionstag „Dem Castor entgegen” von Ahaus nach Jülich. Kundgebungen sind an der Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim und auf dem Jülicher Marktplatz geplant. Zu den erwarteten Teilnehmern machten die Organisatoren keine Angaben.

Aufgerufen haben unter anderem neun im Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen zusammengeschlossene Initiativen, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND/NRW) und das Klimabündnis Niederrhein.

Das Forschungszentrum Jülich will 152 Castor-Behälter mit Atommüll bis Juni 2013 ins Zwischenlager Ahaus bringen. Darin lagern 300.000 Brennelementkugeln aus einem stillgelegten Versuchsreaktor. Die Kugeln haben eine hohe Strahlung und sind sehr gefährlich.

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