Ellen - Erster Abschnitt der Lärmschutzwand ist bereits fertig

Erster Abschnitt der Lärmschutzwand ist bereits fertig

Von: Jörg Abels
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Noch ist das mit Substrat befüllte Stahlskelett der Lärmschutzwand braun, in spätestens drei Jahren soll essich wie ein begrünter Streifen in die Landschaft einfügen. Foto: Abels

Ellen. Der erste Teil der Lärmschutzwand an der Tagebaurandstraße (L 264) bei Ellen ist fertig. Beginnend an der Einmündung Morschenicher Straße erstreckt sich die drei Meter hohe Wandkonstruktion gut 600 Meter in Richtung Autobahn.

Dass die letzte Lücke bis zur A4 noch nicht geschlossen worden ist, sorgte in Teilen der Ortschaft bereits für Irritationen. „Die letzten 50 Meter bis zur Autobahn werden aber nicht ausgespart”, versicherte Bürgermeister Hermann Heuser am Mittwoch auf Nachfrage.

Weil das stark abfallende Gelände allerdings aufwendig angeschüttet werden müsste, hat sich die Gemeinde mit dem bauausführenden Landesbetrieb Straßenbau darauf verständigt, diese Kosten aktuell zu sparen und die Lücke erst dann zu schließen, wenn die bisherige Autobahntrasse im Zuge der Verlegung der A4 ab 2014 ohnehin ökologisch umgestaltet wird.

Mit dem Bau des zweiten Abschnitts der Lärmschutzwand in Richtung Jülich wird am kommenden Montag begonnen. Ende März soll das knapp 900.000 Euro teure Projekt fertiggestellt sein, vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Was dann noch fehlt, ist die Begrünung. Der Lärmschutz soll sich in zwei bis drei Jahren weitgehend harmonisch in die vorhandene Bepflanzung und die Umgebung einfügen.

Denn anders als die von Graffiti-Sprühern immer wieder heimgesuchten Wände an Autobahnen besteht die Konstruktion bei Ellen aus einem rostfreiem Stahlskelett, das an beiden Seiten mit einem Vlies versehen und mit einem Substrat gefüllt wird. Das absorbiert zum einen den Lärm - erwartet wird eine Reduzierung der Verkehrsgeräusche um acht Dezibel - und dient zum anderen als Grundlage für die Bepflanzung.

Wenn die Lärmschutzwand fertiggestellt ist, soll noch im Sommer mit dem Bau des Kreisverkehrs an der Einmündung Morschenicher Straße begonnen werden. Bürgermeister Heuser kündigt die Ausschreibung der Maßnahme, die auch eine Querungshilfe für Fußballer und Zuschauer auf dem Weg zum Sportplatz beinhaltet, für das Frühjahr an.

Finanziert werden Lärmschutzwand und Kreisverkehr aus den 1,6 Millionen Euro, die Tagebaubetreiber RWE Power vorzeitig als Entschädigung für die erst in einigen Jahren wegfallende L 257 Richtung Morschenich aufbringen muss.

Sollte das Ausschreibungsergebnis für den Kreisverkehr ähnlich günstig ausfallen wie das für die Lärmschutzwand, könnten nach Aussage von Hermann Heuser eventuell auch noch weitere Maßnahmen an der Tagebaurandstraße zumindest anfinanziert werden, beispielsweise die bereits seit längerem geplante Fußgängerbrücke in Höhe des Hambacher Sportplatzes.

Und nach einem Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßenbau ist Heuser auch verhalten optimistisch, dass auch noch finanzielle Mittel für eine Verlängerung des bislang an der östlichen Seite der L 264 in Höhe des Ellener Streffenweges endenden Radwegs bis zur Autobahn vorhanden sind.
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