Jülich - Erste Rathausführung für Kinder durch Bürgermeister Axel Fuchs

Erste Rathausführung für Kinder durch Bürgermeister Axel Fuchs

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Im Anschluss an die Fragestunde gab es auf Wunsch der Viertklässler der Jülicher Promenadenschule auch ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Bürgermeister Axel Fuchs. Foto: Stadt Jülich/Stein

Jülich. „Kinder an die Macht!“ heißt es nicht nur in einem Lied von Herbert Grönemeyer. Im Jülicher Rathaus wird dafür bereits seit vielen Jahren ein erster Grundstein gelegt: die Rathausführungen für Kinder mit Bürgermeister-Fragestunde haben Tradition. Für Bürgermeister Axel Fuchs war es jedoch die erste Fragestunde seit seinem Amtsantritt.

„Macht Bürgermeister sein noch Spaß?“, „Wie sind Sie drauf gekommen, Bürgermeister zu werden?“, „Sind Sie der Axel Fuchs vom Plakat?“, „Haben Sie schon mal einen Präsidenten getroffen?“ oder „Fahren Sie eine Limousine und wohnen in einer Villa?“ lauteten einige der Fragen, denen sich der erste Bürger der Stadt in seiner Fragestunden-Premiere mit Viertklässlern der Jülicher Promenadenschule ausgesetzt sah.

Selbst Vater zweier Kinder, lässt Fuchs sich von den vielen kindlich-neugierigen Fragen der Grundschüler nicht aus der Ruhe bringen, nicht mal, als die Frage auftaucht, was er denn während des Zweiten Weltkrieges so gemacht habe. Während die Antwort darauf mit Verweis auf sein Alter schnell zufriedenstellend geklärt war, entwickelten sich aus der Frage nach dem Lieblingsfußballverein, -tier, -auto oder –farbe handfeste Debatten.

Viele Antworten erstaunten die Kinder auch: Etwa, dass der Bürgermeister mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, oder immer auf einer kleinen deutschen Insel Urlaub macht, auf der man nur zu Fuß vorwärts kommt. Und dass „Bürgermeister sein der coolste Job auf der Welt ist, auch wenn das viele Denken, Reden und Lesen manchmal sehr anstrengend ist“. Zustimmendes Gemurmel der Schüler zeigte ihm, dass sie von diesen Anstrengungen durchaus wissen. Aber sie wissen nun auch, was ein Bürgermeister den ganzen Tag macht, wie viel er arbeiten muss, wie viele Mitarbeiter er hat und dass er mit seinem Gehalt durchaus zufrieden ist.

Dass er viele Projekte auch für Kinder realisieren möchte und deren Schule ganz sicher in diesem Jahr wieder zur Aufführung des Theaterstücks besuchen wird. Der Vorfreude wird durch Zwischenapplaus Ausdruck gegeben und die Bitten um Autogramme und ein Klassenfoto mit Bürgermeister erhört.

„Das Gespräch mit dem Bürgermeister bietet den Kindern die Möglichkeit, den Arbeitsalltag und die Aufgaben eines Bürgermeisters kennenzulernen. Neben der Beantwortung von persönlichen Fragen dient dieses Gespräch auch dazu, Fragen und Probleme, die die Kinder im Alltag wahrnehmen, zu beantworten und gegebenenfalls zu beheben“, ist Bürgermeister Axel Fuchs mit dieser Aktion sehr zufrieden und hat sichtlich Spaß an der Kommunikation mit den Wählern von morgen.

Die Fragestunde mit dem Bürgermeister bildet den Abschluss der rund zweistündigen Rathausführung. Ihr voran gingen bereits Besuche in Standesamt, Fundbüro und Druckerei.

Partizipationskonzept

„Uns ist es ein großes Anliegen, bereits junge Kinder an Partizipation heranzuführen. Die Rathausführung – als der erste Baustein unseres Partizipationskonzeptes – vermittelt den Schülerinnen und Schülern der Jülicher Grundschulen einen ersten Einblick in die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik“, sagt Elisabeth Fasel-Rüdebusch, die bei Amt für Familie, Generationen und Integration bereits seit vielen Jahren die Rathausführungen für und mit Kindern begleitet.

„Die Erfahrungen aus nunmehr zwölf Jahren zeigen, dass die Kinder ein großes Interesse an den Aufgabenbereichen einer Stadtverwaltung und der Tätigkeit eines Bürgermeisters haben. Der Besuch stärkt das Bewusstsein der Kinder, dass sie gleichberechtig teilhaben und kommunalpolitisch agieren können. Sie werden angeregt, sich für ihre Belange einzusetzen. Die Hemmschwelle sinkt, sich als Klasse oder alleine direkt an die Verwaltung zu wenden.“

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