Jülich - Erste-Hilfe-Kurse: DRK Jülich hat Personalprobleme

Erste-Hilfe-Kurse: DRK Jülich hat Personalprobleme

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Gerade zum Jahresende gibt es eine hohe Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen, das Rote Kreuz in Jülich hat aber ein Personalproblem, so dass es zu Verschiebungen Foto: Imago/Begsteiger
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DRK-Vorsitzender Uwe Palmen (l.) und ehrenamtlicher Ausbildungsleiter Volker Derichs im Gespräch über die Ausbildungssituation. Foto: Jagodzinska

Jülich. In der Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreisverband Jülich bezeichnete Vorsitzender Uwe Palmen das Ausbildungsreferat 2015 als „Sorgenkind“. Mangels Ausbilder könne die wachsende Nachfrage an Kursen „nicht bedient werden“.

Was als zukunftsorientierter Appell an die DRK-Mitglieder gedacht war, in ihrem persönlichen Umfeld für die Ausbildung zum Ausbilder zu werben, sorgte für Besorgnis in der Bevölkerung. Im Gespräch mit Silvia Jagodzinska sprach Palmen davon, eine hauptamtliche Mitarbeiterin zur Unterstützung der Ehrenamtler einzustellen, betonte jedoch: „Die tragenden Säulen der Breitenausbildung sind die Ehrenamtler“. Interviewpartner ist Volker Derichs, ehrenamtlicher Ausbildungsleiter und Lehrrettungsassistent beim DRK Jülich – hauptberuflich als RWE-Rettungsleiter im Tagebau Inden beschäftigt.

Herr Derichs, in der DRK-Kreisversammlung wurde das Ausbildungsreferat als „Sorgenkind“-Abteilung bezeichnet. Muss man sich um die Ausbildung in Jülich sorgen?

Derichs: Auf keinen Fall. Aktuell besteht lediglich ein Missverhältnis zwischen der hohen Nachfrage nach Rotkreuzkursen und den uns zur Verfügung stehenden, vorwiegend ehrenamtlich tätigen Ausbildern.

Wie erklären Sie dieses Missverhältnis?

Derichs: Durch Vorgaben der Berufsgenossenschaften, aber auch aus persönlichem Interesse und letztendlich durch ein erhöhtes Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung ist die Nachfrage nach Kursen im Erste-Hilfe-Bereich stark angestiegen. Gerade zum Jahresende ist die Nachfrage immens hoch, da viele Betriebe ihrer Pflicht, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, nachkommen möchten.

Demnach können Sie nicht alle Anfragen nach Lehrgängen bedienen?

Derichs: Es kann unter Umständen zu leichten zeitlichen Verzögerungen oder Terminverschiebungen kommen. Ich versichere jedoch, dass jeder gewünschte Erste-Hilfe-Lehrgang im vorgegebenen Zeitfenster durchgeführt wird. Jedem, der an einem solchen Kurs teilnehmen möchte, werden wir dazu die Gelegenheit bieten.

Mit wenigen Ausbildern? Leidet darunter nicht die Qualität der Lehrgänge?

Derichs: Wir haben in Absprache mit unserer Geschäftsführung unsere Personalressourcen überarbeitet und verschiedene Instrumentarien in unsere Struktur mit eingebracht. So wurde unter anderem unser Personalstamm durch weitere Kräfte ergänzt und unsere Lehrgangslogistik optimiert.

Mittelfristig werden wir unser Team durch eine hauptamtliche Kraft stärken, um unseren Service bei steigender Qualität verbessern zu können. Weiterhin werden unsere Dozenten ständig auf dem neuesten Stand der medizinischen Lehrmeinung gehalten und ihre Kompetenzbereiche in regelmäßigen Abständen erweitert.

Somit sind alle von Ihnen betreuten Bereiche weiterhin gut versorgt?

Derichs: Mit Sicherheit. Im Bereich der Ersten Hilfe bieten wir weiterhin Grundkurse, Fortbildungen, gesonderte Lehrgänge und Notfalltraining an. Die Aus- und Fortbildung im Bereich des Sanitätsdienstes schreitet weiterhin voran und ist auf sichere Schienen gestellt worden.

Dank der Kooperation mit der DRK-Notfallschule Eifel-Rur und hauseigenen Fortbildungen ist die Fort- und Weiterbildung für unsere Rotkreuzmitarbeiter im Rettungsdienst Kreis Düren gesichert. Für 2017 planen wir einen Ausbau unserer Angebote in den Bereichen Erste Hilfe am AED (Defibrillationsgerät), Erste Hilfe für Senioren und Kurse für pflegende Angehörige.

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