Eröffnung: Bauzeit der Kreisstraße 43 glatt halbiert

Von: Antonius Wolters
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Finaler Scherenschnitt: Indens Bürgermeister Ulrich Schuster (v.l.), Landrat Wolfgang Spelthahn und Jülichs Beigeordneter Martin Schulz gaben die K 43 für den Verkehr frei. Foto: Wolters

Viehöven. Einen Steinwurf von der Kapelle in Viehöven entfernt feierte der Kreis Düren am Mittwoch bei Kaffee, belegten Brötchen und süßem Kleingebäck mit Vertretern der Gemeinde Inden, der Stadt Jülich und der ausführenden Straßenbaufirma Blandfort aus Linnich die Fertigstellung der Kreisstraße 43 zwischen Kirchberg und Schophoven.

„Hier ist Sensationelles geschehen“, erinnerte Landrat Wolfgang Spelthahn die Festgemeinde zunächst an den Spatenstich im Sommer, als noch niemand ahnen konnte, dass nur vier Monate später die Baumaßnahme fertiggestellt sein würde, für die eine Bauzeit von acht Monaten kalkuliert war. Die Halbierung der Bauzeit lasse die Planer des Flughafens Berlin-Brandenburg sicher vor Neid erblassen, meinte der Landrat.

Zu verdanken sei das auch und vor allem der ausführenden Baufirma sowie den übrigen an dem Vorhaben beteiligten Stellen und Personen, wie Fachplanern, Kommunen, Genehmigungsbehörden, ehemaligen Grundstückseigentümern, der Landwirtschaft, dem Tagebaubetreiber und nicht zuletzt dem Land als Zuschussgeber, das die Gesamtkosten für Straße und Radweg von rund einer Million Euro mit 60 Prozent bezuschusst hat, wofür Spelthahn allen dankte.

„Eine Straße kommt, eine Straße geht“, erinnerte Indens Bürgermeister Ulrich Schuster daran, dass in der kommenden Woche die L12 zwischen Lucherberg und Alt-Pier durch den vorrückenden Tagebau unterbrochen wird. Da sei es gut, dass den Bürgern eine leistungsfähige Verbindung nach Jülich zur Verfügung stehe.

Seitens der Herzogstadt verlieh Beigeordneter Martin Schulz insbesondere seiner Freude über den neuen begleitenden Radweg Ausdruck, der über Schophoven hinaus zur bestehenden Indebrücke führt. Zudem nutzte Schulz die Gelegenheit, dem sichtlich verdutzten Landrat und seiner Mannschaft im Kreishaus den Dank der Stadt Jülich zu übermitteln: „Ohne den Kreis wäre das nicht möglich gewesen.“

Bereits vor zehn Jahren war die K 43 zwischen Kirchberg und Schophoven erneuert und leicht verbreitert worden. Ein großer Ausbau war seinerzeit daran gescheitert, dass die Grundstücksverhandlungen dafür nicht zum Ziel geführt hatten.

Die nahmen diesmal offenbar einen anderen Verlauf, denn der knapp 1,2 Kilometer lange Straßenabschnitt präsentiert sich heute mit der verbesserten Ausbaubreite von sechs Metern und dem erwähnten gut 2,5 km langen und 2,5 Meter breiten Radweg.

„Neben dem Zugewinn an Verkehrssicherheit und Fahrkomfort für die motorisierten Verkehrsteilnehmer profitieren auch Radfahrer und Fußgänger nicht unwesentlich von der fertiggestellten Baumaßnahme“, heißt es wörtlich in der begleitenden Mitteilung des Kreises Düren. Demnach wird die Abschlussdecke des Radweges erst im kommenden Jahr hergestellt, wenn die Witterung dafür wieder günstiger ist. Zudem werde er ins kreisweite Netz eingebunden.

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