Erntedankgottesdienst: Die Ressourcen reichen für alle Menschen

Von: gre
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Der Dankgottesdienst wurde gemeinsam von Pfarrer i.R. Heinrich Bongard und Pfarrer Wilhelm Maqua zelebriert. Rechts Angela Frings bei der Lesung. Foto: Greven

Weiler Langweiler. Ein Fest des Dankes, ein Fest der Begegnung. So ist das Erntedankfest, welches alljährlich, in diesem Jahr zum 32. Mal, im Bauernweiler Langweiler begangen wurde. Hier sind einige Bauern-Familien aus den im Braunkohlen-Tagebau verschwundenen Orten des Kirchspiels Lohn, aus Langweiler, Obermerz, Langendorf, Lürken, Lohn, Pützlohn, Erberich und Pattern damals angesiedelt worden.

Mit ihnen trifft man sich an diesem ersten Sonntag im Oktober. Hierher kommen die früheren Freunde und Nachbarn, die es wer weiß wohin verschlagen hat. Hierher kommen auch Menschen aus der Umgebung, insbesondere aus dem ehemaligen Dekanat Aldenhoven, um dem Herrgott Dank zu sagen für ein gutes Jahr.

Maschinenhalle wird Gotteshaus

Diesmal war die Maschinenhalle des Hofes Frings zum Gotteshaus umfunktioniert und prächtig dekoriert worden, eingerichtet für mehr als 500 Teilnehmer des Gottesdienstes, den Pfarrer i.R. Heinrich Bongard und Pfarrer Wilhelm Maqua gemeinsam zelebrierten.

Begrüßung und Moderation lagen in den Händen der jüngeren Generation der Langweiler Landwirte. Angela Frings ließ von den Kleinsten des Weilers Dankgaben in Form von Korn, Obst, Gemüse und Blumen zum Altar bringen. Zu den Ernteerträgen gehöre auch ein gesichertes Einkommen für alle Menschen. Aber ernten könne nur der, der auch gearbeitet, gesät habe. Dennoch gebühre dem Herrgott Dank.

Evangelium und Predigt befassten sich mit der gerechten Verteilung der irdischen Güter. Der Herrgott warne vor Habgier. Bongard: „Die Ressourcen reichen für alle Menschen.“ Die Verantwortlichkeit für eine gute Ernte liege beim Menschen und bei der Natur. Und hinter der Natur stehe Gott. Man müsse mit ihr gewissenhaft umgehen.

Unerfreulich sei, dass inzwischen der Kapitalmarkt die Agrarkultur entdeckt habe und sich in den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten einmische. Sein Credo: Ein vernünftiger Umgang mit der Natur, dem Geschenk Gottes. In den Fürbitten befassten sich auch Jürgen Frings und Herbert Kockerols mit diesem Thema und außerdem mit der Willkommenskultur für die Flüchtlinge.

Zur Mitgestaltung des Gottesdienstes trugen die vereinigten Kirchenchöre aus Schleiden, Niedermerz und Dürboslar unter Leitung von Thomas Offergeld, die Bläsergruppe aus Kinzweiler sowie die St. Matthäus-Schützenbruderschaft Pattern bei.

Die schmackhafte Erbsensuppe, das reichhaltige Kuchenbuffet und die musikalischen Beiträge der Bläser gehörten wie immer zu einem gelungenen Erntedankfest im Weiler Langweiler, zu dem auch diesmal wiederum ein vielfältiger Bauernmarkt und als Schauobjekte ein halbes Dutzend Oldtimer-Traktoren gehörten.

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