Erntedank im Weiler ist seit 29 Jahren ein Publikumsmagnet

Von: gre
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Die beiden Zelebranten Pfarrer
Die beiden Zelebranten Pfarrer Maqua und Pfarrer Müsers und Moderatorin Margret Frings vor Beginn des Festgottesdienstes zum Erntedank. Foto: Greven

Weiler Langweiler. Nichts an Anziehungskraft hat der Erntedank im Weiler Langweiler eingebüßt; auch nach nunmehr 29 Jahren noch nicht. Für den festlichen Gottesdienst und das anschließende gemütliche Beisammensein reicht auch die größte Maschinenhalle der elf Bauernhöfe nicht aus, um allen Besuchern Platz zu verschaffen.

Weit mehr als 600 Menschen waren es am vergangenen Sonntag, die sich schon recht früh ihren Platz gesucht hatten. Diesmal fand das Fest auf dem Hof der Eheleute Theo und Margret Frings statt. Aus dem Jülicher, dem Alsdorfer und dem Eschweiler Raum waren die vielen Besucher angereist, um dem Herrgott Dank zu sagen.

In Begleitung der St. Matthäus-Schützenbruderschaft Pattern zogen die beiden Zelebranten Pfarrer Wilhelm Maqua und Rainer Müsers unter den Klängen der Blaskapelle Kinzweiler in die mit Erntekranz, Blumen und Feldfrüchten dekorierte Halle ein. Wie jedes Jahr brachten Kinder die Gaben zum Altar, moderiert von Margret Frings: Mia mit Blumen, Leon mit Brot, Marius mit Obst, Leonard und Fabian mit Gemüse und Joelle mit Milchprodukten.

Margret Frings hieß alle willkommen, die erschienen waren, um Dank zu sagen für die Ernte, für das Leben „und die Gemeinschaft, in der wir leben dürfen”. Margret Frings sagte Dank für die Jahreszeiten, die in der Natur ihre bestimmten Aufgaben zu erfüllen haben. Mit diesen verglich sie das Leben des Menschen, die Geburt, das Wachsen und Reifen und die Ruhe des Alters. „Schenke uns die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen und Misserfolge, ja auch Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.”

Pfarrer Müsers las das Lukas-Evangelium über die Reinigung der zehn Aussätzigen, von denen nur ein Einziger dem Herrn Dank sagte. Pfarrer Maqua erinnerte an das Wirken Gottes in der Natur. In den Früchten stecke nicht nur die Arbeit des Menschen, sondern auch Geist und Hand Gottes. Deshalb gebühre ihm nicht nur am heutigen Tag Dank, Dank nicht nur für die Ernte, sondern für das Leben.

Zur festlichen Gestaltung des Gottesdienstes trugen die beiden Kirchenchöre von Niedermerz und Dürboslar bei.

Nach dem Gottesdienst wurden kalte und warme Getränke sowie eine deftige Erbsensuppe serviert. Viele, viele Kuchen waren von den Frauen des Weilers und aus dem Nachbarort Niedermerz gebacken worden, die wie immer reißenden Absatz unter den vielen Gästen fanden.

Zwischendurch hatten die Besucher die Möglichkeit, sich auf dem Bauernmarkt ihre Zeit zwischen den Mahlzeiten zu vertreiben.
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