Jülich - Erntedank: Bei der Festeröffnung wird der Marktplatz gestürmt

Erntedank: Bei der Festeröffnung wird der Marktplatz gestürmt

Von: ptj
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Auf Tuchfühlung mit dem Publikum: Der neue Bürgermeister und Vize-Präsident der CCKG, Axel Fuchs, kurz nach der Eröffnung auf der Erntedankfest-Bühne. Foto: Jagodzinska
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Historische Landmaschinen wie dieser alte Traktor der Marke Lanz stoßen stets auf das Interesse der Besucher.
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Infostände halten Überraschungen bereit: Hier zeigt ein Einradfahrer der Stadtwerke seine Künste.

Jülich. So voll wie nie zuvor war der Marktplatz zur Eröffnung des Erntedankfestes. „Die Leute sind gespannt auf den neuen Bürgermeister“, brachte ein Besucher das allgemeine Interesse auf den Punkt. Auch die Bühnenbesetzung hatte Seltenheitswert.

Werbegemeinschaftsvorsitzende Ute Werner bat zunächst Propst Josef Wolff hinauf, der vor allem Kirchenferne herzlich zur Erntedank-Open-Air-Messe am Sonntag einlud. Großen Applaus erntete im Anschluss der neue Bürgermeister Axel Fuchs, zunächst für seine Worte: „Jülich ist einzigartig und in dieser Tradition wollen wir auch weitermachen“. Der nächste begeisterte Beifall war fällig bei Fuchs‘ Ankündigung der CCKG-Punk Band „Les 6 Kölsch 1 Cola“, die „vollzählig antreten wird“ – was nicht nur Ute Werner „nicht anders erwartet hätte“.

Die Krönung des Bühnenauftritts wären zwei Bürgermeister gewesen, aber der noch amtierende Rathauschef Heinrich Stommel war verhindert und wurde durch seinen Vize Wolfgang Gunia vertreten. Dieser dankte nicht nur der veranstaltenden Werbegemeinschaft, sondern auch Petrus für das gute Wetter sowie den Landwirten, die „uns satt machen und unseren Durst stillen“. Letzter Bühnenredner war Lions-Präsident Klaus Klement, der den neuen Adventskalender des Lions Clubs Juliacum vorstellte und ausrief: „Leute, kauft in Jülich, kauft schnell“.

Die Menge feierte im Anschluss „Les 6 Kölsch 1 Cola“ mit CCKG-Präsident Uwe Mock und Vize-Präsident und künftigem Bürgermeister Axel Fuchs an den Mikros – unter anderem mit ihren Klassikern „Wir losse d‘r Dom in Kölle“ oder, „Blau und Weiß“.

Die Punkband eröffnete ein buntes Show- und Musikprogramm an beiden Festtagen – auch am Abend. Geboten wurden diverse Tänze, Blas- und Stimmungsmusik bis hin zum Cover-Solo von Thorsten Baulig, Leiter der ADTV Tanzschule „Dancing & More“, mit Sinatras „My way“. Bei angenehmen Temperaturen strömten Menschenmassen in die City, schlenderten an den Verkaufs- und Informationsständen vorbei. Sie nahmen einen Drink oder Imbiss an den vielen Tischen der Anbieter oder in der Außengastronomie der Cafés.

Gerne nutzten die Gäste das Angebot, die vielen Gebrauchtwagen auf dem Schlossplatz in Augenschein zu nehmen und gleich probezusitzen, besuchten die Kreisbauernschaft oder die IG „Historische Landmaschinen“ Düren. Erstere informierte etwa über die Verwendung von Gerste, Weizen oder Grünlandflächen und hielt das eine oder andere Produkt zum Verkosten bereit.

Als Kinderattraktion lockte eine hölzerne Melkvorrichtung in Kuhgestalt. Wer die Kreisbauernschaft besuchte, ist über das „Sonnenkraftwerke Rübe“ informiert: Zucker entsteht aus Wasser und Kohlendioxid unter Einsatz von 120.000 Kilowattstunden Sonnenenergie. Bei einem Rübenertrag von 55 Tonnen pro Hektar und einem Zuckergehalt von 17 Prozent werden rund 9000 Kilo Zucker gebildet. Dabei „entspricht der Zucker eines Hektars Rüben dem Jahresverbrauch von 270 Menschen und der Sauerstoff reicht 58 Menschen zum Atmen“.

Dreschflegel vorgeführt

Besonders bestaunt wurde die älteste Landmaschine der IG, ein einzylindriger Lanz Typ D1500 mit 55 PS von 1943. Mit einer Dreschvorführung mit einem Dreschflegel wie zu Großvaters Zeiten sorgte die IG für ein Highlight.

Auf viel Interesse stieß die erste „Tassentauschbörse“ in der herausgeputzten „Kleinen Rurstraße“. Strahlend hielt etwa eine Besucherin das einzige noch verfügbare Exemplar aus 2009 in Händen. Für Erntedank-Atmosphäre sorgten liebevoll gestaltete Kürbis- und Blumenarrangements.

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