„Erlebnisraum Römerstraße“: Spannende Geschichte plastisch dargestellt

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Der Entwurf wird übertragen auf den Karton, aus dem die Schablonen geschnitten werden. Foto: Glasmalerei-Museum

Herzogenrath/Aldenhoven. Ein gelungener Abschluss für das aus der Regionale 2010 entwickelte Projekt: Am 24. August gründeten 13 Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den Verein „Erlebnisraum Römerstraße“ und setzten damit einen geschichtlichen und touristischen Meilenstein für die Kulturlandschaft im Rheinland. Der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Das Wahrzeichen der Stadt Herzogenrath, die Burg Rode, bot ein stilechtes Ambiente für die Gründung des neuen Vereins. Schließlich wurde die frühere Zollburg durch den Grafen von Saffenberg an einer bedeutenden Verkehrsachse errichtet, die im Mittelalter die nördlich davon gelegene Römerstraße ablöste.

Der Erlebnisraum Römerstraße eröffnet neue Wege in die Geschichte des Rheinlandes. Die römischen Fernstraßen von Köln nach Boulogne-sur-Mer (Via Belgica) und von Köln über Trier und Lyon nach Marseille (Agrippa-straße) werden durch einen kombinierten Rad- und Wanderweg wieder erlebbar gemacht.

Im großen Saal der Burg begrüßte der 1. stellvertretende Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Dr. Manfred Fleckenstein, Vertreterinnen und Vertreter des Landschaftsverbandes Rheinland und der beteiligten Kommunen. „Wir haben mit diesem Projekt ein Stück lebendige Geschichte geschaffen, indem wir den Besucherinnen und Besuchern bedeutende Denkmäler und archäologische Fundplätze entlang der römischen Straßentrassen vereint mit Spannendem und Wissenswertem zur Geschichte präsentieren.

Die 2000 Jahre alten Römerstraßen dienen somit ein weiteres Mal der Erschließung der Landschaft.“ Er bedankte sich für die gute und zielorientierte Arbeit, die künftig in dem Verein „Erlebnisraum Römerstraße“ fortgeführt werden kann.

Die Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens aus Baesweiler und Wilfried Pracht aus Nettersheim schlossen sich mit ihren Grußworten an und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Römerstraßen eine nachhaltige Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land haben werden.

Dr. Nora Andrikopoulou, Abteilungsleiterin Prospektion beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, hat das Projekt über lange Zeit mit entwickelt und begleitet. Sie übernahm zunächst die Versammlungsleitung. Nachdem die Vereinssatzung und damit die Gründung des Vereins von zunächst 14 Partnern einstimmig beschlossen wurde, erfolgte die Wahl des Vorstandes.

Einstimmig wurden der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen zum 1. Vorsitzenden und Dr. Dirk Schmitz, Abteilungsleiter Bodendenkmalpflege im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln zum 2. Vorsitzenden gewählt. Auch die weiteren Besetzungen im Vorstand sowie die Wahl der Kassenprüferinnen und einer Koordinatorin erfolgten einstimmig. Der Jahresbeitrag für die Mitglieder wurde auf 500 Euro festgelegt.

In einem ersten Statement betonte der neue Vorsitzende Ralf Claßen: „Ich halte den Verein insbesondere wegen seines kulturellen Wertes in der heutigen Zeit für sehr wichtig. Wir werden als beteiligte Kommunen hoffentlich davon in touristischer und kultureller Hinsicht profitieren. Mit dem Erlebnisraum Römerstraße haben wir auch die Möglichkeit, spannende Inhalte der römischen Geschichte Kindern und Jugendlichen plastisch darzustellen. So kann man Geschichte anschaulich auch in die nächsten Generationen transportieren.“

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