Erlebnis für alle Sinne: Kunsthandwerkerinnen auf dem Schlossplatz

Von: Daniela Martinak
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Die Mütter des Marktes: Für Dezernentin Katarina Esser (r.) und ihr Organisationsteam regnete es rote Rosen. Foto: Martinak
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Umfunktioniert: Eine Leiter kann auch Regalbretter samt Dekorationsartikel tragen.
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Die Troubadora: Virginia Lisken griff mit Gitarre und Mikro ins Marktgeschehen ein.
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Stumme Gesichter für den Garten: Bei solchen und ähnlichen Keramiken griffen die Besucher gerne zu.
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Von Stand zu Stand: Reichlich Angebot fanden die vielen Besucher in der Zeltstadt auf dem Schlossplatz.

Jülich. Noch schnell über die Straße, eine Stufe hinauf und plötzlich sind die Leute in einer anderen Welt. Da weht einem herrlicher Lavendelduft um die Nase, wunderschöne Windspiele erzeugen traumhafte Töne und kunterbunte Dekorationsartikel verzaubern die Besucher. Der 20. Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich belebt zum ersten Mal an zwei Tagen alle Sinne.

„Eine herrliche Atmosphäre“, sagt auch Bürgermeister Heinrich Stommel in seiner Eröffnungsrede mitten auf dem Schlossplatz. Mit viel Charme und Charakter sei diese Veranstaltung zu einer schönen Tradition geworden.

Charme und Charakter

Ebenso viel Charme und Charakter stellt die Organisatorin des Marktes, Katarina Esser, unter Beweis: Seit 20 Jahren verknüpfen die Dezernentin der Stadt und ihr Team geschickt Frauenförderung, Kunst und Kultur mit Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. Damals noch als Gleichstellungsbeauftragte, initiierte Esser mit der Galeristin Brigitte Habig den Markt. Seit zwei Jahren steht Julia Huneke an der Spitze des Organisationsteams. Mit Unterstützung des Bauhofes und inzwischen zum Event geworden, an dem sich in diesem Jahr 240 Ausstellerinnen beteiligen, waren es laut Esser im Jahr 1994 „gerade einmal 54 Ausstellerinnen, die sich auch noch mit einem improvisierten Model abfinden mussten“.

Eine Überraschung hatte sie sich wahrlich verdient. So kommen die Musikerin Virginia Lisken und die beiden Sängerinnen Gisa Stein und Simone Dorau-Schweika dem Wunsch Essers nach, und singen „Für dich soll‘s rote Rosen regnen“, während tatsächlich Rosen verteilt werden.

250 gute Wünsche für die Ausstellerinnen und das Organisationsteam in Form von knallroten Luftballons, die in den Himmel dasteigen, geben sozusagen den Startschuss des Events. Und auch, wenn es traditionell zwischenzeitlich ein wenig feucht von oben wurde, und der Strom ein paar Mal ausfiel – für die Künstlerinnen ist der Markt wieder zu einer Plattform geworden, ihre Geschicklichkeit, Können und eine gute Portion Phantasie zu präsentieren.

Kunden zu werben und sich selbst einen Namen zu machen, gehören auch alljährlich zum Markttreiben. „Für zahlreiche Frauen wurde und wird der Markt zu einem Sprungbrett in eine erfolgreiche Existenzgründung“, betont der Bürgermeister. Die stetig wachsende Zahl der Bewerbungen – weit über 500 sind es inzwischen – zeuge von „Attraktivität und gutem Ruf“. Und tatsächlich, sogar aus Frankreich und dem benachbarten Ausland wollten die Damen nur eins: Teil des Kunsthandwerkerinnenmarktes in der Herzogstadt sein. Natürlich gehören auch Kunstschöpferinnen aus der historischen Festungsstadt selbst wieder mit dazu.

Eine andere Form der Kunst

Der gesamte Schlossplatz gleicht einer Zeltstadt, und in jedem dieser Zelte findet sich eine andere Form der Kunst auf hohem Niveau wieder. Die abwechslungsreiche Verarbeitung von Materialien wie Ton, Holz, Eisen, Gold, Glas, Federn, Wolle, Papier, Leder und Stein zieht die Besucher magisch in seinen Bann. Von geschickten Händen verwandelt zum Anfassen, Anziehen und Dekorieren. Stommel drückt es so aus: „Der kunsthandwerkliche Paukenschlag des Jahres.“ Entlang der Zitadelle bis quer hinüber zur anderen Seite der Grünfläche gab es Verlockungen aus aller Frauen Länder. Und der Duft von Lanvendel liegt hoffentlich nach vielen Jahre noch in der Luft.

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