„Erhebliche Gewalt”: Jülicher wegen Todes einer Frau vor Gericht

Von: jab
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Aachen/Jülich. Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 20 Jahre alten Frau aus Jülich ist es nach Sachverständigeneinschätzung in der Tatnacht zu sexuellen Handlungen mit „erheblicher Gewalt” gekommen.

Verletzungen im Intimbereich des sexuell unerfahrenen Opfers sprächen für einen sehr schmerzhaften und alles andere als normalen Geschlechtsakt, sagte Karl-Heinz Schiwy-Bochat am Dienstag vor dem Landgericht Aachen.

Laut dem Rechtsmediziner fanden sich bei der Obduktion an der Leiche auch eine oberflächliche Kopfverletzung nach stumpfer Gewalteinwirkung sowie deutliche Spuren eines tödlichen Würgevorgangs, der bis zu zehn Minuten angedauert haben könnte. Welche Verletzung der jungen Frau zuerst zugefügt wurde, konnte Schiwy-Bochat nicht sagen. Nicht ausgeschlossen sei zum Beispiel ein Geschlechtsakt nach dem Schlag gegen den Kopf oder gar dem Würgevorgang. Spuren, die von einer Gegenwehr des Opfers zeugen, gab es seiner Meinung nach nicht.

Nach Angaben des 25-jährigen Angeklagten kam es zunächst zu einvernehmlichem und normalem Verkehr. Angeblich war es ein „romantisches erstes Mal”. Die Freundin habe aber über Schmerzen geklagt. Also habe er den Verkehr auf der Stelle beendet. Später habe es Differenzen gegeben. Er habe der Frau eine Sektflasche gegen den Hinterkopf geschlagen und sie bis zum Tod gewürgt.

Die Staatsanwaltschaft geht von anfangs einvernehmlichem Sex aus, der in Vergewaltigung mündete und mit Mord endete. Möglicherweise war der Angeklagte eifersüchtig auf einen anderen Mann, mit dem das Opfer noch in der Nacht verabredet war. Der Prozess geht morgen weiter.
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